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Digitale Immobilieninvestments:

Simon Brunke gibt Fusion der Crowdinvesting-Plattformen Exporo und Zinsland bekannt

Montag, 07 Oktober 2019 19:59

Hamburg – Inzwischen hat die Crowdinvesting-Plattform Exporo 207 Immobilienprojekte durchfinanziert und dafür mehr als 515 Millionen Euro Investitionskapital vermittelt. Die Summe von 181 Millionen Euro wurde bereits an die Anleger zurückgezahlt. Diese Zahlen stehen für eine einmalige Erfolgsgeschichte im Markt der digitalen Immobilieninvestments. Im November 2014 gründeten Simon Brunke, Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen ihre Online-Plattform für einfaches und gebührenfreies Immobilien-Crowdinvesting. Die bestechende Grundidee war, kapitalsuchende Projektträger und anlagesuchende Investoren zusammenzuführen und so eine Win-Win-Situation zu schaffen.Simon Brunke, Vorstandschef der Exporo AG, sagt zur jüngsten Unternehmensentwicklung: „Wir sind sehr stolz, unsere Marktführerschaft im Bereich digitaler Immobilieninvestments mit einer Summe von 500 Millionen Euro an online vermitteltem Kapital klar untermauert zu haben. Wir glauben fest an die Dezentralisierung der Märkte, und Exporo bietet eine attraktive Alternative zum klassischen Weg, in Immobilien zu investieren.“

Das Hamburger FinTech bietet nämlich auch Kleinanlegern die Möglichkeit, sich mit niedrigen Beträgen an renditeträchtigen Projektentwicklungen und der Vermietung von Bestandsimmobilien zu beteiligen. Sie haben die Wahl zwischen den Investmentmodellen „Exporo Finanzierung“ und „Exporo Bestand“ und können sowohl mit der Finanzierung von Neubauimmobilien als auch der Weiterentwicklung von Bestandsimmobilien gutes Geld verdienen.

Bei „Exporo Finanzierung“ klinken sich die Investoren eher kurzfristig in die Bauvorhaben professioneller Immobilienentwickler ein und profitieren von attraktiven Renditen aus dem Projekterlös. Schon 500 Euro reichen aus, um sich an diesen Investments mit einer Laufzeit von 12 bis 36 Monaten und einer endfälligen Jahresverzinsung von vier bis sechs Prozent zu beteiligen. Wegen der hohen Regulierungsdichte und der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank verleihen Banken immer seltener Investitionskredite an Projektentwickler, die sich ihr Geld deshalb aus anderen Quellen beschaffen müssen. Hier kommt der Crowdinvesting-Ansatz von Exporo ins Spiel. Auf dem gleichnamigen Online-Marktplatz treffen Projektentwickler auf private Geldgeber, deren Investitionsbereitschaft mit selten gewordenen Renditen belohnt wird. Ins Portfolio kommen laut dem Plattformbetreiber nur solche Projekte, die von den unternehmenseigenen Immobilienexperten auf Seriosität und Ertragspotenzial abgeklopft und für gut befunden worden sind. Um Ausfallrisiken zu minimieren, muss das Grundstück bereits gekauft sein, eine Baugenehmigung vorliegen, ein überzeugender Rückzahlungsplan existieren und zumindest ein Teilverkauf der Immobilie in Aussicht stehen. Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind, bewirbt Exporo die Anlageobjekte auf dem digitalen Immobilien-Forum.

Mit den Angeboten von „Exporo Bestand“ können Anleger gleich doppelt von einer bestehenden Immobilie profitieren. Aus der Beteiligung an den regelmäßigen Mieteinnahmen und dem Wertzuwachs der Immobilie ergibt sich eine jährliche Rendite zwischen drei und sechs Prozent. Bei diesem Modell können Investoren mit einer Anlagesumme ab 1.000 Euro online in Bestandsobjekte investieren und damit eigentümergleich an Immobilien verdienen, ohne aber die typischen Aufwendungen und Probleme eines klassischen Immobilienbesitzers zu haben. So wird aus einem eigentlich unflexiblen Anlageobjekt schnell und transparent eine handelbare Geldanlage, mit der dauerhaft Vermögen aufgebaut werden kann. Obwohl das Investment langfristiger Natur ist, kann die Anlage über die Plattform jederzeit gehandelt und verkauft werden – zu einem vom Eigentümer selbst festgelegten Preis.

Die grundsätzlichen Risiken können Exporo-Anleger deutlich reduzieren, indem sie ihr Kapital auf mehrere Immobilien verteilen. Aus dem Gesamtportfolio aus Projektfinanzierungen und Bestandsobjekten ergibt sich die Möglichkeit einer breiten Diversifikation und damit Risikostreuung. Das FinTech aus der Hansestadt erklärt auf Nachfrage, dass bislang alle Finanzierungsprojekte und Bestandsimmobilien zu 100 Prozent „gefundet“ wurden und es keinerlei Ausfälle gab.

Auch wegen des großen Kundenvertrauens ist die Exporo AG weiter auf Expansionskurs und fusioniert mit der Crowdinvesting-Plattform Zinsland, wie Anfang Oktober von Simon Brunke bekannt gegeben wurde. Damit schließen sich der Marktführer und der Marktzweite im Bereich der digitalen Immobilieninvestments zusammen, um den Zugang zum professionellen Immobilienmarkt für Kleinanleger weiter zu öffnen und damit gewissermaßen zu demokratisieren. Zusammen verfügen die beiden Plattformen im Immobilien-Crowdinvesting über einen satten Marktanteil von etwa 85 Prozent.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir den Deal perfekt machen konnten“, erklärte Exporo-CEO Brunke. „Mit dem Team von Zinsland gewinnen wir starken Zuwachs mit wertvoller Immobilien- und Finanzierungs-Expertise. Zudem ist die B2B-Erweiterung Caladio die perfekte Ergänzung zu unserem digitalen Angebot.“ Die neue Plattform Caladio werde sowohl die Finanzierungsstrukturierung als auch das laufende Reporting für Projektentwickler und Banken abdecken. Zinsland-Gründer Carl von Stechow teilte mit: „Der Zusammenschluss ist für beide Seiten der logische nächste Schritt. Vor fünf Jahren sind wir in Hamburg quasi als Nachbarn mit derselben Vision gestartet. Jetzt wollen wir unsere Ressourcen bündeln und freuen uns darauf, von den Erfahrungen und Stärken des jeweils anderen profitieren zu können.“ Henning Frank, CEO von Zinsland, ergänzte: „Wir sind überzeugt, dass alle Stakeholder von diesem Schritt profitieren werden. Das gilt natürlich auch für unsere bisherigen Anleger, denn bestehende Investments werden auch weiterhin kompetent und zuverlässig über die Zinsland-Plattform betreut.“

Durch den Abschluss des Mergers wächst die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf 191, die nun vereint den Markt für digitale Immobilieninvestments weiterentwickeln wollen. Nach der im Frühjahr erzielten Rekord-Finanzierungsrunde von 43 Millionen Euro und der jüngst überschrittenen Schwelle von 500 Millionen Euro an vermitteltem Kapital gelingt Exporo mit der Zinsland-Fusion ein riesiger Schritt in Richtung Marktkonsolidierung. Simon Brunke gerät deshalb fast ins Schwärmen: „Gemeinsam kommen wir unserer Vision von einer Million europäischer, digitaler Immobilieninvestoren einen Schritt näher und werden nun zusammen daran arbeiten, Immobilien einfach, transparent und digital jedem zugänglich zu machen.“

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