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Grünen wollen die Verkehrswende

IAA soll endlich realen Wandel der Mobilität abbilden

Mittwoch, 18 September 2019 23:58
Das Auto hat nach Ansicht der Grünen ausgedient. Die IAA soll sich neu erfinden. Das Auto hat nach Ansicht der Grünen ausgedient. Die IAA soll sich neu erfinden. Quelle: Ford

Frankfurt am Main - In bisher beispiellosen, friedlichen und kreativen Protestaktionen haben am Wochenende mindestens 15.000 Menschen im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt für eine rasche Verkehrswende in Deutschland demonstriert. Die hessische Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat diese Proteste zum Anlass genommen, diesem Thema im kommenden Plenum einen Setzpunkt zu widmen, um so auf das steigende Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach einem zeitgemäßen, klimaschonenden und flächeneffizienten Mobilitätsmix sowie Alternativen zum privaten Pkw einzugehen.

„Die Welt der Mobilität wandelt sich rapide. Zusätzlich zu innovativen ÖPNV-Konzepten in Hessen, wie unseren Flatrate-Tickets in Form des Schülertickets und dem Seniorenticket von 2020 an, Schienenreaktivierungen sowie neuen Schienenprojekten wie dem viergleisige Ausbau der S 6 Richtung Bad Vilbel und neuen Antriebsarten, investieren wir auch massiv in bessere Fahrradinfrastruktur. Aus der von uns geschaffenen AG Nahmobilität kommen zudem viele wertvolle Impulse für die urbane Kurzstreckenmobilität von morgen. In Hessen ist die Verkehrswende bereits in vollem Gange“, so Jürgen Frömmrich, Parlamentarischer Geschäftsführer der GRÜNEN Fraktion im Hessischen Landtag.

Das Ziel müsse sein, eine reformierte IAA am Standort Frankfurt zu halten. „Viele innovative Mobilitäts-Ideen, wie Bike-Sharing, Car-Sharing oder fahrerlose Kleinbusse, finden kaum Resonanz auf der Fachmesse. Dabei sind diese Innovationen längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern bereits heute auf Hessens Straßen unterwegs. Wir wollen, dass das Konzept der IAA in Frankfurt die Verkehrswende widerspiegelt und sich die Pkw-Leistungsschau zu einer Internationalen Mobilitätsmesse weiterentwickelt“, so Jürgen Frömmrich weiter.

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