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Digitale Immobilieninvestments für jedermann

Exporo AG: Führende Plattform für Immobilien-Crowdinvesting bietet auch Private Placements an

Donnerstag, 06 August 2020 20:25
Exporo AG: Führende Plattform für Immobilien-Crowdinvesting bietet auch Private Placements an Quelle: Pixabay.com / skeeze

Hamburg – Im Jahr 2014 gründeten die internet-affinen Immobilienexperten Simon Brunke, Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen die Exporo AG, um mit einer eigenen Online-Plattform das Immobilien-Crowdinvesting zu popularisieren. Die Idee war, kapitalsuchende Projektgesellschaften und anlagesuchende Investoren zusammenzuführen und so eine Win-win-Situation zu schaffen. In der Vergangenheit hatten meist nur institutionelle Investoren und reiche Privatpersonen Zugang zu renditestarken Immobilienanlagen. Einem demokratischen Impuls folgend wollten die vier Startup-Gründer den Immobilienmarkt durch niedrige Mindestsummen für Mikroinvestoren öffnen. Ihr Motto: „Einfach und direkt in Immobilien investieren.“

Bei den Immobilieninvestments via Crowdinvesting entscheiden sich die Anleger für ein konkretes Projekt, das bestmöglich auf „Herz und Nieren“ geprüft wird, bevor es auf der Plattform präsentiert wird. Exporo-seitig heißt es dazu: „In einem umfangreichen Prozess prüfen unsere Immobilienexperten alle angebotenen Immobilien nach strengen Kriterien. Für den Prüfungsprozess beauftragt das Expertenteam zusätzlich externe Gutachter.“ Der Anlagebetrag ist frei wählbar. Sobald ausreichend Investoren gefunden sind, wird das über den digitalen Marktplatz eingesammelte Investitionskapital an die Projektträger weitergeleitet und das jeweilige Bauvorhaben dann realisiert. Als Gegenleistung für die Kapitalbereitstellung winken den Anlegern Verzinsungen, die sonst aufgrund der Nullzinspolitik der Notenbanken kaum noch erzielt werden können.

Das in Hamburg ansässige FinTech bietet zwei unterschiedliche Anlagemodelle beziehungsweise zwei Produktkategorien, die sich optimal ergänzen. Bei „Exporo Finanzierung“ investiert man mit kurzen Laufzeiten in besondere Immobilienvorhaben von Projektentwicklern. Meist geht es um den Bau neuer Wohnanlagen oder die Sanierung von Gewerbeobjekten. Hier kann man schon mit einer Summe von 500 Euro einsteigen und mit einer jährlichen Verzinsung von vier bis sechs Prozent rechnen. Bei „Exporo Bestand“ investiert man flexibel in bereits vermietete Bestandsimmobilien, die Exporo ankauft und an denen die Anleger eigentümergleich in Form laufender Miet-Ausschüttungen und Wertsteigerungen beteiligt sind. Der digitale Miteigentümer muss sich praktischerweise nicht selbst um die Vermietung, Instandhaltung und Weiterentwicklung der lukrativen Objekte kümmern. Auch ist er grundsätzlich an keine Immobilie gebunden, sondern kann seine Anteile auf dem Exporo-Handelsplatz jederzeit wieder veräußern. Die Einstiegssumme für solche Bestandsimmobilien-Investments lag bis vor Kurzem noch bei 1.000 Euro, um eine jährliche Rendite von drei bis sechs Prozent einzustreichen.

Seit Juni 2020 können sich Privatanleger aber schon mit einem einzigen Euro an einer Exporo-Immobilie beteiligen. Möglich wird diese kleine Revolution durch die Blockchain-Technologie: Ein Token fungiert hierbei als eine Art digitales Wertpapier, das durch sehr geringe Transaktionskosten und eine hohe Effizienz eine Anlagesumme ab einem Euro statt vorher ab 1.000 Euro möglich macht. „Wir sind stolz darauf, eine Blockchain-Lösung in unser Investmentmodell integrieren zu können. Dadurch leisten wir unseren Beitrag dazu, dass diese großartige Technologie endlich einer breiten Gesellschaft ein Begriff ist und ihr einen Mehrwert bietet“, schwärmt Exporo-Vorstand Simon Brunke. „Gleichzeitig sorgen wir mit dem Mindestbetrag von nur einem Euro dafür, dass sich jeder an attraktiven Immobilien beteiligen, einen Sparplan aufsetzen oder sein Portfolio auf mehrere Investments streuen kann.“

Schon vor dieser echten Anlage-Innovation war das Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern Deutschlands Marktführer im Immobilien-Crowdinvesting. Zur weiteren Bündelung von Finanz- und Immobilienkompetenz fusionierte Exporo im letzten Herbst mit dem Crowdinvesting-Anbieter Zinsland. Der deutsche Branchenführer für digitale Immobilienfinanzierung und die Nummer zwei im Markt schlossen sich zusammen, um den Zugang zum professionellen Immobilienmarkt für noch mehr Anleger zu öffnen und auf diesem Wege zu demokratisieren. „Mit dem Team von Zinsland gewinnen wir starken Zuwachs mit wertvoller Immobilien- und Finanzierungs-Expertise“, sagte Brunke zu dem Deal der beiden FinTechs. Seine Erwartung war klar: „Gemeinsam kommen wir unserer Vision von einer Million europäischer, digitaler Immobilieninvestoren einen Schritt näher und werden nun zusammen daran arbeiten, Immobilien einfach, transparent und digital jedem zugänglich zu machen.“

Die Erfolgsgeschichte der Exporo AG lässt sich auch am Finanzvolumen ablesen, das sie bei Anlegern für die involvierten Projektgesellschaften einwerben konnte. Bis dato haben die hanseatischen Crowdinvesting-Profis 335 Immobilienprojekte mitfinanziert und dafür 631,5 Millionen Euro von 27.512 Investoren vermittelt. Bei den einzelnen Investments wurde eine attraktive Rendite zwischen vier bis sieben Prozent p.a. erwirtschaftet.

Mit „Private Placements“ bietet Exporo Anlegern auch die Möglichkeit, digitale Immobilieninvestments zu zeichnen, die nicht öffentlich beworben werden. Diese Privat-Platzierungen durchlaufen den gleichen strengen Prüfungs- und Auswahlprozess wie die anderen Projekte. Diskret angebotene Vermögensanlagen, zum Beispiel Nachrangdarlehen oder stille Beteiligungen, werden auch als Private Placements bezeichnet und weisen erhebliche Unterschiede zu öffentlich offerierten Vermögensanlagen auf. Diese Anlageform ist weniger reguliert als öffentlich angebotene Vermögensprodukte, sodass Private Placements insbesondere für solche Anleger in Frage kommen, die größere Erfahrung haben und Investitionsrisiken entsprechend gut einschätzen können.

Die von Exporo vorgestellten Private Placements richten sich grundsätzlich an einen kleinen Kreis von maximal 20 Anlegern. Deshalb liegen die Mindestzeichnungen auch meist bei Beträgen ab 50.000 Euro. Zur Leistungsbilanz der Jahre 2014 bis 2020 (Stand Mai) teilte das Unternehmen mit: „In den letzten Jahren hat Exporo 58 Projekte in Form von Private Placements vermittelt, von denen bereits 23 Projekte vollständig zurückgezahlt wurden. Im Durchschnitt wurden diese Projekte 98 Tage vor Ende der Maximallaufzeit zurückgezahlt. Bei sechs der 23 Projekte verzögerte sich die Rückzahlung mit durchschnittlich 41 Tagen.“ Von den noch laufenden 35 Finanzierungen der Privat-Platzierungen seien fünf Projekte in Verzug und weitere drei verliefen nicht planmäßig, räumte der Finanzdienstleister in gewohnter Transparenz ein. „Die verzögerten Projekte liegen mit durchschnittlich 255 Tagen über der avisierten Maximallaufzeit. Bei einer durchschnittlich realisierten effektiven Rendite von 7,4 Prozent p.a. weisen die Projekte ein entsprechend hohes Risikoprofil auf und richten sich daher an erfahrene Anleger.“

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