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Konzeptionär für betriebliche Versorgungswerke

DG-Gruppe: Josef Bader betont Sicherheit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in Corona-Zeiten

Freitag, 28 August 2020 08:50
Josef Bader war langjähriger Vorstandschef der DG-Gruppe AG Josef Bader war langjähriger Vorstandschef der DG-Gruppe AG Quelle: HESSEN DEPESCHE

Wemding – Neben der gesetzlichen Rente und der privaten Vorsorge ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) die tragende Säule im deutschen Rentensystem. In den letzten Jahren wurde sie immer beliebter, um der durch die gesetzliche Rente drohenden Altersarmut entgegenzuwirken. Doch wie wirkt sich die Wirtschaftskrise infolge des Corona-Lockdowns auf die Sicherheit der Betriebsrenten aus? Diese Frage treibt nicht nur den bAV-Experten Josef Bader um, der mit seiner DG-Gruppe AG jahrelang Rundum-Beratung zu allen Fragen der betriebsbezogenen Altersabsicherung angeboten hat.

Als auf dem Höhepunkt der Corona-Krise bei der Lufthansa, bei Opel und bei Galeria Karstadt Kaufhof ein massiver Stellenabbau im Raum stand, machte sich bei vielen Betriebsrentnern im Land Unsicherheit breit. Deshalb wollte ein Lebensversicherer in Erfahrung bringen, wie es um das Vertrauen der Deutschen in die betriebliche Altersvorsorge bestellt ist. Laut einer beim Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Auftrag gegebenen Umfrage halten 19 Prozent der Befragten die Betriebsrente in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage für sicher und 20 Prozent für unsicher; 23 Prozent sind unschlüssig und 38 Prozent trauen sich kein Urteil zu. Überdies ergab das Meinungsbild, das im Zeitraum vom 27. bis zum 29. Mai 2020 ermittelt wurde, dass für 40 Prozent der Umfrageteilnehmer die Corona-Krise einen mittelgroßen bis sehr großen Einfluss auf die Sicherheit der bAV hat. Knapp 15 Prozent sehen keinen oder nur einen geringen Einfluss. Auch hier halten sich viele schlicht für überfragt.

Die Zahlen der Demoskopen zeigen, dass die Unsicherheit unter den aktiven Arbeitnehmern mit einer bAV und den Betriebsrenten-Beziehern groß ist. Aber diese Sorgen sind weitestgehend unbegründet, wie nicht nur Josef Bader betont. Die betriebliche Altersvorsorge ist hierzulande gesetzlich geschützt, das heißt, erworbene Rentenansprüche bleiben selbst dann erhalten, wenn ein Unternehmen Insolvenz anmelden muss. Derzeitige und künftige Betriebsrentner haben also die Gewähr, dass ihre Rentenansprüche nicht verfallen. Je nach Ausgestaltung des bAV-Vertrages ist die Betriebsrente entweder durch den Versicherer abgedeckt oder der Pensionssicherungsverein springt ein.

Die Corona-Misere hat bislang nur geringe Auswirkungen auf die Bereitschaft zur Entgeltumwandlung, wie die Studie eines Risikoberaters zeigt. Die Umwandlung von Lohn ist eine spezifische Form der betrieblichen Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird. Jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat gegenüber seinem Arbeitgeber einen Rechtsanspruch darauf, einen Teil seines Arbeitsentgelts für die bAV zu verwenden. Von 67 befragten Unternehmen unterschiedlichster Branchen erklärten nur fünf Prozent, dass ihre Mitarbeiter die Entgeltumwandlung in geringerem Maße als in Vor-Corona-Zeiten nutzten. Vier Prozent gaben sogar an, dass die Beschäftigten die Gehaltsumwandlung stärker in Anspruch nähmen. 77 Prozent der Arbeitgeber stellten keine Veränderungen im Entgeltumwandlungsverhalten fest. Die Studie kam außerdem zu dem Ergebnis, dass immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv dabei unterstützen, eine bAV über die Entgeltumwandlung aufzubauen. So gewährten von den 67 befragten Unternehmen 64 Prozent einen Arbeitgeberzuschuss.

Die Attraktivität der unterschiedlichen bAV-Modelle ist trotz der Corona-Verwerfungen ungebrochen. Dennoch zeigen die Unsicherheiten infolge von Wissenslücken, wie groß überall der Beratungsbedarf ist. Von den Folgen der Corona-Krise ist bei der in Wemding ansässigen DG-Gruppe AG deshalb nichts zu spüren, wie man auf Nachfrage erfährt. Die von Josef Bader aufgebaute und seit Oktober 2019 von Roderich Münker geführte Finanzholding versteht sich als unabhängiger Entwickler anspruchsvoller, haftungsgeprüfter Vorsorgekonzepte. Der selbsterklärte „Konzeptionär für betriebliche Versorgungswerke“ verweist auf seinen großen Erfahrungsschatz aus Tausenden Unternehmensgesprächen, in denen eine bedarfsorientierte Versorgungslösung gesucht und gefunden worden sei. „Wir führen grundsätzlich Gespräche auf Geschäftsführer-Ebene und analysieren erst einmal, was in dem jeweiligen Unternehmen bisher im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge angegangen wurde“, beschrieb Josef Bader in seiner Zeit als DG-Vorstandschef das Beratungsverfahren. „Wenn wir dann sehen, was dieses Unternehmen tatsächlich alles anzubieten hat, geht es im nächsten Schritt darum, alles zu modifizieren und zu optimieren. Danach kommt die Belegschaftsberatung. Das bedeutet, dass wir das erarbeitete Modell den Beschäftigten durch Einzelberatungen näherbringen.“

Wesentlicher Bestandteil des Beratungskonzeptes sei die rechtskonforme Implementierung von alternativen Vergütungssystemen, erklären die Wemdinger Finanzdienstleister. So generiere man zusätzliche Liquidität bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern und garantiere eine betriebliche Altersvorsorge zum „echten“ Nulltarif. Dabei sichert die DG-Gruppe zu, alle fünf Durchführungswege – Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Pensionszusage – auf ihren konkreten Nutzen für jedes einzelne Unternehmen und seine Beschäftigten abzuklopfen. Um alle Beratungsaspekte bestmöglich abdecken zu können, haben sich die Tochtergesellschaften der DG-Gruppe jeweils spezialisiert. Zu ihnen gehören die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung AG (DGbAV), die DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH, die Deutsche Gesellschaft für Entgeltoptimierung mbH (DGEO), die Deutsche Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE) sowie die DG-Akademie GmbH. Besondere Gedanken hat man sich darüber gemacht, wie Betriebsrentenverluste bei einem Jobwechsel vermieden werden können. Eine eigens eingerichtete Clearingstelle sorgt dafür, dass bei einem Arbeitgeberwechsel günstigere Alt-Verträge extern verwaltet und fortgeführt werden, damit Arbeitnehmern keine finanziellen Einbußen entstehen.

Unter Roderich Münker, der den Firmengründer Josef Bader vor fast einem Jahr an der Spitze der DG-Gruppe ablöste, ist das Beratungskonzept noch optimiert und vor allem digitalisiert worden. Mithilfe eines unternehmenseigenen „HR-MultiTools“ werden alle Arbeitgeber- und Arbeitnehmerunterlagen zur bAV sowie Entgeltoptimierung systematisch erfasst. Die schnelle Abrufbarkeit ermöglicht ein innovatives Vorgangsmanagement, das alle Verwaltungsprozesse vereinfacht und transparent macht. Das digitale Tool kann anbieterübergreifend für alle bAV-Durchführungswege eingesetzt werden. Arbeitgeber bekommen in kürzester Zeit Adress- oder Vertragsänderungen, Mitarbeiterwechsel und Terminanfragen für Alt- und Neuverträge angezeigt. Die DG-Gruppe sorgt schlussendlich für die fristgerechte und rechtskonforme Erledigung aller Vorgänge, was den Unternehmen Zeit spart und ihre Haftungsrisiken verringert.

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