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Beratungsservice für betriebliche Altersvorsorge

DG-Gruppe AG: Josef Bader klärt über die fünf Durchführungswege zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) auf

Samstag, 15 August 2020 15:48

Wemding – Neben der gesetzlichen Rente und der privaten Vorsorge ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) ein zentrales Element der deutschen Altersabsicherung. Um die bAV zum Schutz vor Altersarmut aufzuwerten, entlastet der Gesetzgeber gesetzlich krankenversicherte Betriebsrentner seit dem 1. Januar 2020. In der Vergangenheit mussten bAV-Bezieher Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in voller Höhe bezahlen, wenn ihre Betriebsrente oberhalb der Freigrenze von rund 156 Euro lag. Seit Jahresbeginn gilt nun ein monatlicher Freibetrag von etwa 159 Euro, das heißt, Krankenkassenbeiträge werden für Betriebsrenten erst dann fällig, wenn diese Summe überschritten wird.

Auf diese und viele andere Aspekte von Betriebsrenten weist die DG-Gruppe AG hin, die sich auf Beratungsleistungen rund um die betriebliche Altersvorsorge und Entgeltoptimierung spezialisiert hat. Die Finanzdienstleistungs-Holding wurde im Jahr 2003 gegründet und ist im Freiverkehr der Börse Hamburg notiert. Zum Unternehmensverbund gehören die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung AG (DGbAV), die DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH, die Deutsche Gesellschaft für Entgeltoptimierung mbH (DGEO), die Deutsche Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE) sowie die DG-Akademie GmbH.

Mit der Umsetzung anspruchsvoller Vorsorgekonzepte wendet man sich nicht nur an Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern auch an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Versicherungsmakler, die mit Fragen der betrieblichen Altersvorsorge zu tun haben. Der unabhängige Finanzdienstleister aus dem bayerischem Wemding gibt konkrete Hilfestellung bei der Implementierung maßgeschneiderter Vorsorgemodelle, der effizienten Handhabung der Entgeltumwandlung, der Überprüfung von Pensionszusagen und der liquiditätsschonenden Auslagerung von Versorgungspflichten. Dafür wird eine eigens entwickelte Software genutzt. Mit dem HR-MultiTool können alle Unterlagen zur betriebsbezogenen Altersabsicherung schnell und transparent erfasst und bereitgestellt werden. So verfügt die DG-Gruppe über ein anbieterübergreifendes Verwaltungsinstrumentarium für alle Alt- und Neuverträge. Die inzwischen vom Betriebsrenten-Profi Roderich Münker geführte Holding prüft selbstredend auch alle bAV-Konzepte im Hinblick auf EU-Vorgaben, die internationale Rechnungslegung, die nationale Gesetzgebung und neue Verwaltungsanweisungen.

Das Kerngeschäft besteht darin, Unternehmen über die Vorzüge der unterschiedlichen Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge zu beraten. Deren Leistungen können direkt durch den Arbeitgeber oder durch den Arbeitnehmer in Form eines Gehaltsverzichts, die sogenannte Entgeltumwandlung, finanziert werden. Seit dem Jahr 2002 haben Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, dass ihre Arbeitgeber eine Entgeltumwandlung anbieten. Der Arbeitgeber entscheidet jedoch immer über den Durchführungsweg. Das Betriebsrentengesetz differenziert zwischen fünf Wegen, die Arbeitgeber zur Altersabsicherung ihrer Beschäftigten wählen können. Dabei handelt es sich um die Unterstützungskasse, die Direktversicherung, die Pensionskasse, die Direktzusage und den Pensionsfonds.

Bei der Unterstützungskasse bedient sich der Arbeitgeber einer Einrichtung, die seine Beiträge erhält und dafür die Versorgungsleistungen erbringt. Große Unternehmen und Konzerne haben häufig eigene Unterstützungskassen, deren Einzahlungen steuerlich begünstigt sind. Wie hoch die Betriebsrenten ausfallen, hängt stark von der Zusage des Arbeitgebers ab, der nur eine Mindestauszahlung garantiert. Entscheidet sich der Arbeitgeber für die Direktversicherung, dann schließt er eine Lebensversicherung bei einem Lebensversicherer ab. Der Arbeitnehmer ist dann versicherte Person und Bezugsberechtigter. Beliebt sind Direktversicherungen vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Üblich ist die klassische Versicherungsform mit Garantiezins. Pensionskassen sind laut deutschem Recht Lebensversicherer, die ausschließlich wegfallendes Erwerbseinkommen versichern. Meist sind diese Kassen mit einem einzelnen oder einigen wenigen Unternehmen verbunden und stehen nur deren Mitarbeitern offen. Seit einigen Jahren drängen auch die privaten Lebensversicherer in den Markt der Pensionskassen. Bei der Direktzusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, den Mitarbeitern eine Rente aus dem Betriebsvermögen zu zahlen. Dafür bildet er in seiner Bilanz Pensionsrückstellungen und trägt die damit verbundenen Risiken grundsätzlich selbst. Diese Form wird häufig von großen Unternehmen genutzt. Die Direktzusage kommt ohne externe Versorgungsträger aus. Die Pensionsfonds wurden erst 2002 als fünfter Durchführungsweg eingeführt. Sie erbringen ausschließlich Leistungen der bAV und sind nach deutschem Recht keine Versicherungsunternehmen.Großunternehmen haben oft eigene Pensionsfonds, da hier im Vergleich zu den anderen bAV-Formen ein größerer Teil der Geldanlage in Aktien gesteckt werden kann.

Wegen der Komplexität der unterschiedlichen Modelle ist der Beratungsbedarf bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern entsprechend groß. Die DG-Experten suchen deshalb zunächst das Gespräch auf Geschäftsführerebene, wo ja auch die Entscheidung über den Durchführungsweg fällt. Danach erfolgt die gewissenhafte Belegschaftsunterrichtung. Einzelberatungen werden genauso wie Gruppenvorträge angeboten.

Zum umfassenden Beratungsservice gehört der Ausschluss von Betriebsrentenverlusten im Falle eines Jobwechsels. Die DG-eigene Clearingstelle sorgt dafür, dass bei einem Arbeitgeberwechsel günstigere Alt-Verträge extern verwaltet und fortgeführt werden, damit dem Arbeitnehmer keine finanziellen Einbußen entstehen. In den letzten Jahren hat die DG-Gruppe einen operativen und strategischen Wandel vollzogen, indem sie neben dem Kerngeschäft der betrieblichen Altersvorsorge neue, komplementäre Geschäftsbereiche etabliert hat. Der Markterfolg gibt ihr recht.

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