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Maßgeschneiderte Prime-Investments mit großem Wertsteigerungspotenzial?

Deutsche Finance: Thomas Oliver Müller punktet mit Club-Deals für Privatanleger

Dienstag, 25 August 2020 21:45
Thomas Oliver Müller ist Vorstandsvorsitzender der Deutsche Finance Group Thomas Oliver Müller ist Vorstandsvorsitzender der Deutsche Finance Group Quelle: DF

München – Unter Club-Deals werden gemeinsame Investment-Aktivitäten von Privatanlegern und Vermögensverwaltern verstanden, um renditeträchtige Immobilienkäufe stemmen zu können. Solche Co-Investments von Kapitalanlegern bieten gleich mehrere Vorzüge, wie der Immobilienexperte Thomas Oliver Müller hervorhebt. Er verweist darauf, dass die Investoren bei diesen Immobilieninvestments aktiv mitwirken können. „Bei unseren Portfolio-Fonds verfolgen wir die Strategie der Quantität, also möglichst breit in ein Portfolio zu investieren. Beim Club-Deal ist es die Strategie der Qualität eines einzelnen Prime-Investments“, erläutert der Vorstandschef der Deutsche Finance Group (DF). Weiter sagt Müller: „Die Vorteile von institutionellen Club-Deals liegen auf der Hand: Die Ausgestaltung ist flexibel, und es handelt sich um maßgeschneiderte Prime-Investments mit einem hohen Maß an Kontrolle und Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse für die Investoren. Anlagestrategien lassen sich zielgenau und effektiv realisieren, weil die Partner gleiche Interessen verfolgen.“

Deswegen nimmt die Zahl von Immobilienkäufen via Club-Deal in Deutschland und ganz Europa seit Langem zu. So kam es innerhalb von nur fünf Jahren zu einer Vervierfachung des Investitionsvolumens. Wurden 2009 europaweit nur Immobilien im Gesamtwert von 20,5 Milliarden Euro von mehreren Investoren gemeinsam erworben, belief sich der Umfang der Club-Deals 2014 schon auf 86,3 Milliarden Euro. Insbesondere vermögende Privatanleger, kleinere Pensionskassen und Family Offices begannen nach der Finanzkrise 2008 zunächst vorsichtig, dann immer konsequenter auf Club-Deal-Angebote zu setzen. Bis dahin investierten solche Profis meist über Spezialfonds oder offene Fonds in Immobilien. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zogen einige Investoren schlagartig hohe Beträge aus den Immobilienfonds ab, weshalb viele dieser milliardenschweren Fonds aufgelöst werden mussten. Dadurch verloren auch diejenigen Anleger viel Geld, die ihr Kapital nicht panikartig den Fonds entzogen hatten.

Nach diesem Schockerlebnis wuchs der Wunsch nach neuartigen und vor allem abgesicherteren Finanzprodukten.Die schlechten Erfahrungen, die viele Investoren 2008/2009 mit den klassischen Fonds gemacht haben, gelten unter Fachleuten als Hauptgrund für die gestiegene Attraktivität von Club-Deals. Bei dieser kooperativen Investmentform besteht nämlich keine Gefahr eines übereilten Immobilienverkaufs. Die kleine, erlesene Investorengruppe verständigt sich vor dem Immobilienkauf darauf, wann und zu welchen Bedingungen ein Objekt wieder veräußert wird. Notverkäufe wie zur Zeit der Finanzkrise sind ausgeschlossen, weil keiner der Partner vorzeitig sein Kapital abziehen kann. Gleichzeitig bieten Club-Deals ähnliche Vorteile wie eine Immobilienfonds-Beteiligung. Zusammen können die Investoren ihr Kapital über mehrere Immobilien streuen und damit gleichermaßen Risiken reduzieren und Renditechancen erhöhen.

Da überrascht es nicht, dass auch die Deutsche Finance Group immer stärker auf solche Co-Investments mehrerer institutioneller Partner setzt. Seit Jahren genießt sie einen guten Ruf als Anbieterin institutioneller Private Market Investments in den Bereichen Immobilien, Private Equity Real Estate und Infrastruktur. Ihr erklärtes Ziel ist es, Anlegern neue Zugänge zu lukrativen Investitionsmodellen zu verschaffen, die dem breiten Markt bislang nicht zur Verfügung standen. Der Finanzkonzern unterhält neben seinem Münchner Hauptsitz noch Niederlassungen in Denver, London, Zürich sowie Luxemburg und verwaltet momentan eine Vermögenssumme von rund 6,5 Milliarden Euro. Der markterfahrene Finanzdienstleister ist in 47 Ländern mit über 3.750 Direktinvestments aktiv.

Was es mit den institutionellen Club-Deals als Investmentstrategie für Privatanleger genau auf sich hat, erläutern Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer, Executive Partner und Vorstände der Deutsche Finance Group, sowie Symon Hardy Godl, Geschäftsführer der Deutsche Finance Asset Management GmbH, in der aktuellen Ausgabe von „kapital-markt intern“. Die Finanzmanager erklären dem sogenannten Insider-Report, warum sie dem Privatkundengeschäft treu bleiben, obwohl der Löwenanteil des von ihnen verwalteten Vermögens institutionelles Kapital von Pensionskassen und Versicherungen ist. Durch die Entwicklung von rund 130 institutionellen Investmentstrategien habe man ein internationales Netzwerk zu Produktanbietern, Fondsmanagern und Development-Partnern aufbauen können, von dem die Privatkunden in Form von alternativen Investmentfonds (AIF) kräftig profitieren würden. „In der Vergangenheit waren unsere Publikums-AIF so konzipiert, dass die Privatanleger gemeinsam mit institutionellen Investoren über institutionelle Zielfonds ‚in einem Boot‘ sitzen“, betont Symon Hardy Godl. „Nun sitzen sie darüber hinaus auch mit ‚am Ruder‘, da die Strukturierung von Investments mit zunehmendem Anteil durch die Deutsche Finance selbst erfolgt.“ Die Feinsteuerung hinsichtlich Laufzeit, Risiko und Rendite sei besonders effizient, wenn man die Investments von institutionellen und privaten Anlegern selbst strukturiere und verwalte, so der Geschäftsführer der Deutsche Finance Asset Management.

Die Deutsche Finance Group ist davon überzeugt, mit dem institutionellen Club-Deal das strategische Vehikel einer optimierten Privatanleger-Strategie gefunden zu haben und hält diese Co-Investments für eine gelungene Weiterentwicklung der Publikumsinvestments. Die Vorteile von institutionellen Club-Deals für Privatanleger seien offensichtlich, meint Thomas Oliver Müller. „Dazu gehören die Exklusivität, mehr Einflussmöglichkeiten, kürzere Laufzeiten sowie damit einhergehend tendenziell höhere Renditen.“ Der Investment-Profi weist darauf hin, dass das von ihm mitentwickelte Club-Deal-Konzept nur mit Zugang zu renditestarken Projekten und eigenen Asset-Management-Teams vor Ort funktioniert. „Daher lässt sich unsere Strategie auch nicht so einfach von anderen Marktteilnehmern reproduzieren.“

Mit dem Publikums-AIF „Deutsche Finance Investment Fund 15 – Club-Deal Boston“ ist dem Münchner Finanzkonzern laut dem Bericht von „kapital-markt intern“ ein Coup gelungen. Das Finanzprodukt kreist um die Entwicklung eines Gebäudes mit Labor-, Forschungs- und Verwaltungsflächen für Mieter aus dem Spektrum Bio Science und Pharmaforschung, deren US-Zentrum die Ostküsten-Metropole Boston ist. Der Club-Deal kombiniert die Wertsteigerungspotenziale der Immobilienentwicklung mit den langfristig positiven Aussichten der gesamten Life-Science-Branche.Das Fazit von „kapital-markt intern“ spricht für sich: „Bei Innovationen muss es sich nicht immer um Software-Innovationen handeln. Die Optimierung des Investitionsprozesses für Privatanleger mit institutionellen Club-Deals gehört zur aktuellsten Innovation bei Sachwertinvestments für Privatanleger. Die Philosophie der Deutsche Finance Group bleibt wie bisher erhalten: Privates Kapital gemeinsam mit institutionellem Kapital zu bündeln.“ Das geschehe aus einer Position der Stärke und Erfahrung heraus, „die im deutschen Markt inzwischen richtungsweisend bei der Symbiose von Retail-Investments und institutionellem Investieren ist“.

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