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Berlin – Von den im Bundestag vertretenen Parteien positionieren sich nur die FDP und AfD klar gegen den fast endlosen Lockdown, den Angela Merkel dem Land verordnet. Grüne und Linke denken nicht daran, eine echte Oppositionsrolle gegen die Corona-Politik der Kanzlerin einzunehmen, sondern geben ihr mit kosmetischen Korrekturforderungen eher noch Flankenschutz. Umso mehr können sich die Freien Demokraten von ihnen absetzen, was mit steigenden Umfragewerten belohnt wird. Parteichef Christian Lindner kann sich gerade nicht über fehlende Medienpräsenz beschweren. Selbst in den Talkrunden des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sich in der Corona-Krise zunehmend als unkritischer Regierungsfunk erwiesen hat, darf er relativ häufig seine Positionen zum Impf-Desaster und zur Lockdown-Fixierung der schwarz-roten Koalitionäre vortragen. Im Vorfeld des jüngsten Spitzentreffens Angela Merkels mit den Ministerpräsidenten verlangte er von den Akteuren, endlich schlüssige Regeln für eine Öffnung von Handel und Bildungseinrichtungen vorzulegen: „Die Bundesregierung lässt jede Perspektive vermissen, wie sie gesellschaftliches Leben wieder öffnen möchte. Die nationale Kraftanstrengung darf nicht länger nur darin liegen, Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft möglichst lange geschlossen zu halten.“ Notwendig sei ein bundesweit transparenter Rahmen mit „Wenn-Dann-Regeln“, die dem regionalen Infektionsgeschehen Rechnung trügen. Während Christian Lindner seine Forderungen betont nüchtern ohne jeden Anflug von Schärfe vorträgt, ist sein Parteifreund Wolfgang Kubicki eher für die Abteilung Attacke zuständig.

Großkrotzenburg – Der Großkrotzenburger Finanzexperte Alexander Noll zählt zu den führenden Köpfen der FDP im Main-Kinzig-Kreis. Wie sein Gelnhausener Kollege Kolja Saß wurde er kürzlich wieder in den Landesvorstand der hessischen Liberalen gewählt – und kümmert sich dort vor allem um den Bereich der öffentlichen Finanzen. Seine Herzensanliegen sind der Schuldenabbau, Infrastrukturverbesserungen und die Senkung der Abgaben für die Bürger. HESSEN DEPESCHE hat sich mit Alexander Noll über verschiedene landes-, bundes- und kommunalpolitische Themen unterhalten, darunter auch die innerhalb der FDP umstrittene Forderung nach Beitragsfreiheit für Kitas.

Kiel – Nach der Verbalattacke von CDU-Generalsekretär Peter Tauber gegen FDP-Chef Christian Lindner hat der Vizechef der Liberalen, Wolfgang Kubicki, über Facebook ordentlich zurückgekeilt. Tauber hatte in einem Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ gesagt, Lindner rede teilweise wie „Herr Gauland von der AfD“. „Der einzige Unterschied besteht darin, dass Lindner statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug trägt.“ Zugleich teilte der CDU-General gegen die Linke aus: „Sahra Wagenknecht und Frauke Petry sind das doppelte Lottchen des Populismus in Deutschland“.

Rödermark - So langsam nimmt er Fahrt auf, der Bürgermeisterwahlkampf in Rödermark. Vor allem die CDU mit ihrem kürzlich gekürtem Kandidaten Carsten Helfmann schießt nun aus allen Rohren und hofft auf einen Wahlgewinn. Wolfgang Steiger, Patricia Lips und Frank Lortz könnten nichts unversucht lassen, um in Rödermark einen die Union stabilisierenden Erfolg einzufahren.

Kiel – Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat den Übertritt des ehemaligen AfD-Landtagsabgeordneten Oskar Helmerich zur SPD-Fraktion im Thüringer Landtag scharf kritisiert. „Der nahtlose Übergang eines AfD-Abgeordneten im Landtag von Thüringen zur dortigen ‎SPD-Landtagsfraktion straft alle Behauptungen der Sozialdemokraten, es gebe mit der ‪AfD keine Gemeinsamkeiten, offenkundig Lügen“, so Kubicki in einer Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite.

Kiel – Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat den Ruf von Bundesjustizminister Heiko Maas zur Überwachung der AfD als Akt der Verzweiflung bezeichnet. Kubicki schrieb dazu in einem Kommentar auf Facebook: „Die schlechten Umfragedaten kurz vor den Landtagswahlen führen die Sozialdemokraten ganz offensichtlich an den Rand der Verzweiflung. Wenn Justizminister Heiko Maas erklärt, die ‪AfD sei ein Fall für den Verfassungsschutz, dann redet er die Rechtspopulisten nur groß.“

Seligenstadt - Die Privatbrauerei Glaab gilt nicht aufgrund ihrer Größe, aber wegen ihrer großen Brautradition als Vorzeigebetrieb in Seligenstadt am Main. Besuche und Fotos im Kesselhaus sind auch für Politiker ein Muß, um echte Bezogenheit zur Einhardstadt auszudrücken. So bewirbt die Presseabteilung der Glaabsbräu um Doreen Wolff noch heute ein Lichtbild der früheren Bürgermeisterkandidatin (und nach wie vor hauptamtlichen Ersten Stadträtin) Claudia Bicherl (CDU), die sich in Entourage mit Landtagsvizepräsident Frank Lortz (CDU) und Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) für ein Foto im Bürgermeisterwahlkampf 2015 ablichten ließ. Nur unterlag Claudia Bicherl inzwischen in der Stichwahl im Juli 2015 dem nun neuen Bürgermeister Dr. Daniell Bastian (FDP). Robert Glaab und dessen rechte Hand Doreen Wolff hatten offenbar aufs falsche Pferd gesetzt. HESSEN DEPESCHE wird aufmerksam verfolgen, ab wann eine aktuellere Sicht der politischen Lage ein Brauereifoto mit Robert Glaab und dem neuen Bürgermeister Dr. Daniell Bastian in Begleitung des FDP-Landtagsabgeordneten Rene Rock und des FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki dieses etwas aus der Zeit gefallene Lichtbild werbewirksam ersetzen wird. Man denkt bekanntlich "überparteilich" im Hause Glaab.

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