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Hamburg – Endlich wieder ordentliche Zinsen für das Ersparte zu bekommen, ist der große Wunsch der allermeisten Deutschen. Das ergab eine Online-Umfrage der Exporo AG zum Thema „Was wünschen Sie sich 2020 für Ihre Geldanlage“, für die zu Jahresbeginn 1.000 Bundesbürger befragt wurden. Demnach wünschten sich 89,5 Prozent der Teilnehmer eine jährliche Verzinsung von mindestens zwei Prozent für ihre Ersparnisse. Knapp drei Viertel legten auch großen Wert auf die Sicherheit einer Geldanlage. 76,8 Prozent der Befragten nannten Immobilieninvestments eine sichere Geldanlage und erklärten sie zu einer guten Alternative zum zinslosen Sparbuch. Nur 26 Prozent hielten Investitionen in Immobilien für keine so gute Idee – sie glaubten möglicherweise, dass ihr Geld bei „Betongold“-Investitionen langfristig gebunden ist. Die Crowdinvesting-Profis der Hamburger Exporo AG sind vor sechs Jahren genau deshalb angetreten, um den Anlageprozess deutlich zu flexibilisieren und die Assetklasse Immobilien zu demokratisieren. Ihr erklärtes Ziel war es, auch Kleinanlegern ohne große Markterfahrung einen Einstieg in lukrative Immobilieninvestments zu ermöglichen.

Stuttgart – Gold gilt besonders in krisenhaften Zeiten mit weltwirtschaftlichen Risiken als „sicherer Hafen“. Weil es solche Krisenherde derzeit viele gibt, stieg der Preis des Edelmetalls Ende Juni auf über 1.400 US-Dollar je Feinunze und damit auf den höchsten Wert seit über sechs Jahren. Da die US-Notenbank Fed signalisiert hat, ihre Leitzinsen zu senken, und die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik in der Eurozone weiter lockern dürfte, hat der Nachteil von Gold, keine Zinsen oder Dividenden abzuwerfen, für Anleger an Bedeutung verloren. Wenn Zinsen weiter fallen, schlägt das immer positiv auf den Goldpreis durch. Daniel Briesemann, Edelmetallexperte bei der Commerzbank, erklärt das so: „Die Aussicht auf eine geldpolitische Wende der beiden großen Notenbanken ist der Hauptgrund für den Preisanstieg. Die Attraktivität von Anleihen ist so gefallen und dies macht Gold für Anleger interessanter.“ Niedrigere Zinsen sind grundsätzlich eine Belastung für Währungen. Selbst der US-Dollar ist zuletzt wegen der Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell unter Druck geraten. Der jüngste Anstieg des Goldpreises steht eindeutig im Zusammenhang mit den Kursverlusten des Dollar.