hessen-depesche.de

Mainz - Seit einer Woche gilt in nahezu der gesamten Mainzer Innenstadt Tempo 30. Durchgesetzt hat es Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) – aus Liebe zur Umwelt und zur Vermeidung von Fahrverboten, so die offizielle Begründung. Die Wissenschaft hat die Verkehrsdezernentin dabei allerdings nicht auf ihrer Seite: Sowohl das Fachmagazin „auto motor und sport“ als auch die Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg haben in Untersuchungen übereinstimmend festgestellt, dass Autos bei konstanter Fahrt mit Tempo 30 mehr Sprit verbrauchen und vor allem viel mehr Stickoxide ausstoßen. Unwahrscheinlich, dass Katrin Eder dies nicht bekannt war – der Verdacht drängt sich daher auf, dass auf diesem Wege ein bei den Grünen insgeheim doch gewünschtes Diesel-Fahrverbot am Ende als unvermeidbar gelten und doch noch umgesetzt werden soll.

Mainz - "Es gibt - kein Recht - auf Nazi-Propaganda", dröhnen die grob achtzig Jugendlichen unter dem Banner der Linksjugend. "Nazis raus! Nazis raus!" - so die Erwiderung der ungefährhundert "Merkel muss weg"-Demonstranten. Ja, richtig gelesen! "Sowas finde ich immer cool, wenn man denen ihre eigenen Parolen zurückschleudert", freut sich die blonde Rebecca Schwester* aus Mainz, von ihren Freunden "Becky-Vierecki" genannt. "Die sind dann immer so geil sprachlos!" Die lustige Endzwanzigerin feixt. Tatsächlich: Einigen der linken Gegendemonstranten in der ersten Reihe hat es die Sprache verschlagen. Möglicherweise setzt bei ihnen aber auch die Nachdenklichkeit ein. Derweil versucht der Initiator der Mainzer Montagsdemo - Anfang dreißig, kurzer roter Wikingerbart - ein paar Regeln zu verdeutlichen: Keine Gewaltanwendung, keine Pyrotechnik, keine "Dinge, die an die Zeit zwischen 1933 und 1945 erinnern" und kein Alkohol. "Diese Islamisierung aber auch! Jetzt dürfen wir nichtmal auf einer rechten Demo Alkohol trinken", witzelt ein Mitglied der Mainzer AfD in der vorderen Reihe.

Mainz - Es war ein wohlgeplanter Paukenschlag auf der Bundespressekonferenz am Tag nach der Wahl: Frauke Petry verkündete dort vor ihren sichtlich überraschten Kollegen, der künftigen Bundestagsfraktion der AfD nicht angehören zu wollen. Bereits im Wahlkampf hatte sie sich immer wieder kritisch über ihre Partei geäußert und die Frage, ob sie nach der Wahl der Bundestagsfraktion angehören würde, mehr oder minder unbeantwortet gelassen.

Mainz - Riesenandrang bei Jugend-Diskussion in Mainzer Schule. Die erfolgreiche Diskussionsrunde "Jugend Forum" stieß vergangenen Mittwoch im Otto-Schott-Gymnasium in Mainz auf fiebrige Begeisterung der Schüler - dank der Themen "Internationale Krisen" und "Islamisierung". Am Anfang stand eine unschöne Geste - am Ende ein Ritterschlag.

Bad Homburg - Wer Geld verdienen will, muss dahin gehen, wo schon Geld ist. Diese Binsenweisheit gilt generell auch auf dem Immobilienmarkt. Immobilienfonds werben daher meist mit Sahnestücken in exzellenter Lage in deutschen Großstädten wie Frankfurt, München oder Hamburg. Die Quadratmeterpreise sind horrend, die Mieten sowieso und am Ende oftmals auch der Gewinn.

Mainz - Am Dienstagabend gründete sich der Verein „Stiftung Deutsches Kulturerbe“ in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Der neue Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das kulturelle Erbe Deutschlands zu pflegen, um auch junge Menschen mit der langen Historie Deutschlands zu betrauen. Dieses Ziel will der Verein durch ein breites Angebot an Bildungs- und Vortragsveranstaltungen erreichen, die zum aktuellen politischen Diskurs einen sachlichen Beitrag leisten sollen.

Mainz/Hahn – Der Verkauf der hessischen Anteile am Hunsrück-Flughafen Hahn an die pfälzische ADC GmbH ist vorerst nicht zustande gekommen, weil das Land Hessen den für Mittwoch geplanten Notartermin überraschend platzen ließ. Als Grund nannte ein Sprecher des Finanzministeriums gegenüber der dpa kurzfristige „offene Fragen hinsichtlich der Struktur auf der Käuferseite“. Genauere Auskünfte wollte er nicht geben. Die Verhandlungen dauerten an.

San Francisco – Die US-amerikanische Luxushotelkette Hyatt wurde zum zweiten Mal in Folge von dem in San Francisco ansässigen Forschungs- und Beratungsinstitut „Great Place to Work“ auf die Liste der 100 besten Arbeitgeber Europas gesetzt. Mit dem Ranking „Europe’s Best Multinational Workplaces 2016“ zeichnet „Great Place to Work“ internationale Unternehmen aus, die attraktive Arbeitsbedingungen bieten und einen vernünftigen Umgang mit ihren Mitarbeitern pflegen. Als Voraussetzung müssen sie davor in mindestens drei Ländern Europas unter den besten Arbeitgebern gelistet worden sein. In der diesjährigen Rangliste kamen die Hyatt Hotels & Resorts in Deutschland auf Platz drei, in Großbritannien auf Platz sechs und in Frankreich auf den 16. Platz.

Seite 1 von 2