hessen-depesche.de

München - Die Flut an schlechten Nachrichten rund um das Wee-Universum und den dahinterstehenden Visionär Cengiz Ehliz bricht nicht ab. Vor kurzem berichteten wir noch über die Verurteilung von Cengiz Ehliz wegen Betruges in Belgien und die Insolvenz der Münchener Gesellschaft WeeBusiness GmbH. (https://hessendepesche.de/wirtschaft/nun-kam-auch-das-ende-der-weepayment-ag-für-dauervisionär-cengiz-ehliz.html).

Berlin / Kreuzlingen / München – Am vergangenen Wochenende berichtete die „Bild am Sonntag“ (BamS), dass der frühere Chef des insolventen Energieversorgers FlexStrom, Robert Mundt, möglicherweise demnächst vor Gericht zitiert wird. Nach Informationen des Boulevardblattes wirft die Staatsanwaltschaft Berlin dem früheren Strom-Manager vor, Gelder der Firma veruntreut zu haben. Robert Mundt hatte die FlexStrom AG 2003 mit seinem Bruder Thomas Mundt gegründet, nur zehn Jahre später meldete die Firma Insolvenz an – und hinterließ Schulden in Höhe von 500 Millionen Euro. Von der Pleite sind rund 835.000 frühere Kunden betroffen.

Frankfurt am Main – Die Deutsche Touring fährt auch nach der am Dienstag erfolgten Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit ihren Bussen auf allen Linien weiter. Wie der vom Amtsgericht Frankfurt am Main bestellte Insolvenzverwalter Miguel Grosser von der Kanzlei JAFFÉ mitteilte, soll der Geschäftsbetrieb an allen Standorten des Unternehmens vollumfänglich fortgeführt werden. Auch für die weitere Zukunft der Deutschen Touring würden die Weichen gestellt, die Verhandlungen mit potenziellen Investoren befänden sich in der Endphase.

Berlin - Jürgen Wagentrotz und dessen inzwischen leiser tretender Pressesprecher Dr. Tilman Pradt ("Berlinboxx") hoffen und bangen. Viele Investoren und Gläubiger der OGI AG tun das auch. Die inzwischen beinahe schon fluchtartig von Frankfurt am Main nach Berlin verzogene Oil & Gas Invest AG (kurz OGI AG) nähert sich womöglich einer Insolvenz. Die reguläre Aktionärsjahreshauptversammlung fiel bislang ersatzlos aus, in den USA wird noch immer nicht nach Öl gebohrt, Gläubiger beauftragen Gerichtsvollzieher, Investoren und Anleger fürchten um ihr Geld.

Hainburg – Vor wenigen Monaten konnte die Sparkasse Langen-Seligenstadt (SLS) ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Bei Häppchen und Sekt hatten die Vorstände Klaus Zoufal und Jürgen Kuhn, der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Lortz und der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, gut lachen, denn die Bilanzzahlen könnten im Jubiläumsjahr kaum besser sein. Da kommt es der Chefetage ungelegen, wenn in der Region Seligenstadt Flyer in den Briefkästen landen, in denen mit Bezug auf die SLS von „einem vollkommen inakzeptablen und kundenfeindlichen Verhalten“ gesprochen wird. Sie gipfeln am Ende sogar in dem Vorwurf: „Selbst in dem Fall, dass sich nur die Hälfte der von unseren Mitgliedern angeprangerten Machenschaften bei der Sparkasse Langen-Seligenstadt als zutreffend herausstellen und beweisen lassen, sollte man diese Anstalt des öffentlichen Rechts nicht mehr Sparkasse, sondern kriminelle Vereinigung nennen dürfen.“

Seligenstadt – Die Sparkasse Langen-Seligenstadt (SLS) konnte in diesem Jahr ihr 175-jähriges Jubiläum feiern. Vor gut zwei Monaten fand aus diesem Anlass ein großer Festakt in der Langener Stadthalle statt, bei dem der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, die traditionsreiche Geschichte der SLS würdigte. Für Klaus Zoufal, der gemeinsam mit Jürgen Kuhn den Vorstand des Instituts bildet, gibt es aber auch aktuell einiges zu feiern. „Die Bilanzsumme beläuft sich auf 3,2 Milliarden Euro. Damit gehören wir zu den zehn größten der 50 Sparkassen in Hessen-Thüringen“, so der Chef der SLS, deren Jahresabschluss für 2014 einen Bilanzgewinn von fünf Millionen Euro ausweist.

Offenbach am Main - Im Dezember 2013 beschloss das Offenbacher Parlament, dass die ESO Dienstleistung GmbH das Recyclingzentrum von der vor der Insolvenz stehenden GOAB zu einem Kaufpreis von € 100.000,-- übernimmt. Auch die dort beschäftigten Arbeitnehmer sollten weiter beschäftigt werden. „Jetzt, nach etwa 14 Monaten, entnehme ich der Presse, dass die SOH als Muttergesellschaft der ESO GmbH erwägt, das Recyclingzentrum wieder zu verkaufen. Worin finden sich die Gründe für den plötzlichen Sinneswandel?“, so Roland Walter. „Wenn es stimmt, dass das RCZ in 2014 eine halbe Million Verlust erwirtschaftet hat, hat man entgegen früheren Behauptungen entweder doch kein Knowhow und die Lage falsch eingeschätzt oder man hat am Markt am allgemeinen Trend vorbei gearbeitet“.

Berlin/Seligenstadt - Christian Heitmeyer ist im E-Commerce-Geschäft ein großer Name. Der gebürtige Westfale lebte lange Zeit auch im beschaulichen Seligenstadt am Main. Familiär verankert in Frankreich, versuchte sich Christian Heitmeyer in den letzten Jahren vor allem an StartUp's mit Internet-Dienstleistern. Einiges gelang ihm, anderes nicht.