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Wiesbaden - Mit einem großen Kraftakt hatte die CSU der SPD in den Verhandlungen über die nach einem Verfassungsgerichtsurteil nötig gewordene Grundsteuerreform eine Öffnungsklausel abgetrotzt. Im Ergebnis gibt es nun ein Besteuerungsmodell des Bundes, das für die Berechnung der künftigen Grundsteuer ganze neun Faktoren benötigt und alternative Ländermodelle, die meist versuchen, eine einfachere und trotzdem verfassungsgemäße Lösung durchzusetzen. Kompliziert wird es dann im Länderfinanzausgleich: Dort wird ein bundesweit einheitliches System angenommen, sodass die Länder etwaige Mindereinnahmen durch ihren Sonderweg selbst bezahlen müssen. So oder so muss nach dem Bundesmodell nun jedes der 35 Millionen Grundstück im Land neu bewertet werden – und zwar alle sieben Jahre. Für die AfD ein geradezu irrsinniges Unterfangen, weswegen die Partei schlichtweg die Abschaffung der Grundsteuer fordert.

Mainhausen - Sehr überrascht zeigte sich Bernd Handreke, Pressesprecher der CDU Mainhausen, über Aussagen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Kai Gerfelder über angeblich gutes Wirtschaften unter der Verantwortlichkeit von Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD). Bernd Handreke und die Christdemokraten sehen sich etwas irritiert von den Jubelmeldungen Gerfelders an die Presse (https://www.hessen-depesche.de/regional/mainhausen-kai-gerfelder-spd-betont-niedrige-steuers%C3%A4tze-der-gemeinde-im-kreisvergleich.html).

Seligenstadt - Dr. Daniell Bastian (FDP) ist derjenige Bürgermeisterkandidat für Seligenstadt am Main, der durch die beiden Fraktionen von FDP und FWS (Freie Wähler Seligenstadt) nominiert wurde. Beide Parteien in der Stadtverordnetenversammlung erhoffen sich mit Dr. Daniell Bastian einen aussichtsreichen Kandidaten gefunden zu haben. Beide Parteien hatten auch schon Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams (parteilos) über zwei Wahlperioden getragen. Gelänge Dr. Daniell Bastian der Einzug in die wahrscheinliche Stichwahl, so glauben politische Beobachter, wäre er als Aussenseiter chancenreich.