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Rom – Die Corona-Krise hat auch Italien weiterhin fest im Griff. Seit Februar 2020 zählten die Behörden des Landes rund 3,6 Millionen Ansteckungen mit Sars-CoV-2 und fast 110.000 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. Gleichzeitig haben inzwischen mehr als zehn Prozent der knapp 60 Millionen Italiener eine erste Immunisierung bekommen. Zur Eindämmung der Pandemie hat die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi jetzt eine Quarantänepflicht bei Einreisen aus anderen EU-Ländern verhängt. Einreisen darf nur noch, wer vorher einen Corona-Test gemacht hat und sich nach der Ankunft fünf Tage lang in Quarantäne begibt. Gesundheitsminister Roberto Speranza hat eine entsprechende Anordnung unterzeichnet. Bislang reichte für Einreisende aus EU-Staaten das negative Ergebnis eines Covid-PCR-Tests. Draghi will mit den verschärften Einreiseregeln verhindern, dass in Corona-Zeitenviele Italiener Urlaub im Ausland machen. Italienische Hotelbetreiber hatten sich darüber beschwert, dass der Inlandstourismus großflächig zum Erliegen gekommen ist, weil in Italien seit vier Monaten ein weitgehendes Verbot besteht, die Heimatregion zu verlassen. Deshalb sei es nicht vertretbar, dass Italiener massenhaft Auslandsurlaube buchen, hieß es.

Berlin - Ursula von der Leyen (CDU) wird als künftige EU-Kommissionspräsidentin gehandelt. Die WerteUnion, konservative Plattform innerhalb von CDU und CSU, sieht in einem solchen Verhandlungsergebnis ein Indiz für das erneute Versagen der Außenpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Denn durch das Befördern einer Vertrauten, aber erfolglosen Ministerin, wird für den Spitzenkandidaten der CDU/CSU, Manfred Weber (CSU), der Weg verbaut.

Stuttgart – Gold gilt besonders in krisenhaften Zeiten mit weltwirtschaftlichen Risiken als „sicherer Hafen“. Weil es solche Krisenherde derzeit viele gibt, stieg der Preis des Edelmetalls Ende Juni auf über 1.400 US-Dollar je Feinunze und damit auf den höchsten Wert seit über sechs Jahren. Da die US-Notenbank Fed signalisiert hat, ihre Leitzinsen zu senken, und die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik in der Eurozone weiter lockern dürfte, hat der Nachteil von Gold, keine Zinsen oder Dividenden abzuwerfen, für Anleger an Bedeutung verloren. Wenn Zinsen weiter fallen, schlägt das immer positiv auf den Goldpreis durch. Daniel Briesemann, Edelmetallexperte bei der Commerzbank, erklärt das so: „Die Aussicht auf eine geldpolitische Wende der beiden großen Notenbanken ist der Hauptgrund für den Preisanstieg. Die Attraktivität von Anleihen ist so gefallen und dies macht Gold für Anleger interessanter.“ Niedrigere Zinsen sind grundsätzlich eine Belastung für Währungen. Selbst der US-Dollar ist zuletzt wegen der Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell unter Druck geraten. Der jüngste Anstieg des Goldpreises steht eindeutig im Zusammenhang mit den Kursverlusten des Dollar.

Frankfurt am Main - Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat in der Zeit von November bis Anfang Januar Führungskräfte von 400 Unternehmen zu ihrer Einstellung zu den großen finanz- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen unserer Zeit befragt. Zwischen Dezember und Januar hat zudem das Magazin „Wirtschaftswoche“ 1500 Entscheider („selbstständige Unternehmer mit mindestens zehn Mitarbeitern“) zu diesen Themen befragt. Beide Umfragen zusammen betrachtet geben einen interessanten Einblick in die Köpfe der Unternehmer in Deutschland. Die Meinungsforscher wollten unter anderem wissen: Wie denken Top-Entscheider über die Eurorettung, die EZB-Zinspolitik, die Folgen des Brexits und die Migration? HESSEN DEPESCHE hat die Ergebnisse ausgewertet und stellt die relevanten Erkenntnisse vor.

Hamburg - Immobilien sind seit jeher eine sichere und rentable Geldanlage. Letzteres gilt umso mehr angesichts der Nullzinsen, die die Europäische Zentralbank (EZB) der Euro-Zone zur Rettung der südeuropäischen Schuldenstaaten verordnet hat. Klassisch zinsbasierte Kapitalanlagen werfen wegen der Nullzinspolitik kaum noch Rendite ab. Immer mehr Anleger nehmen deshalb Immobilien in ihr Vermögensportfolio auf und sprechen erwartungsvoll von „Betongold“. Um Geld in Häuser oder Wohnungen anzulegen, muss man diese nicht zwingend kaufen. Es gibt interessante Anlagealternativen, die genauso sicher und renditestark sind.

Oberursel - Fondsmanager Peter E. Huber ist in der Finanzszene kein Unbekannter. Als Fondsmanager führt der Diplom-Kaufmann, der in Mannheim studierte, gemeinsam mit Manfred Schlumberger die bereits seit 1992 im hessischen Oberursel beheimatete Finanz-Boutique StarCapital AG. Die banken-unabhängigen Vermögensverwalter arbeiten für institutionelle Geschäftspartner ebenso wie für Privatkunden.

Offenbach am Main - Die von Offenbachs Stadtkämmerer Peter Freier (CDU) vorgelegten Zahlen zum Jahresabschluss 2016 sind nach den Worten von CDU-Fraktionschef Roland Walter ein gutes Signal, „dass die Offenbacher Finanz- und Wirtschaftspolitik langsam wieder auf den richtigen Weg kommt“. Gleichzeitig mahnt er „mehr Sachlichkeit im politischen Umgang mit den Zahlen und ein Ende von unrealistischem Wunschdenken“ an.

München – Die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), eine spanische Bank mit starker Geschäftsausrichtung auf den lateinamerikanischen Markt, geht in einem aktuellen Research-Bericht von einer weiteren Erholung der brasilianischen Wirtschaft aus und wagt einen verhalten positiven Ausblick auf die Entwicklung in diesem Jahr. Nach Rückgängen des BIP in den letzten Jahren werde Brasilien nach der Umsetzung verschiedener Finanzreformen 2017 wieder eine positive Wachstumsrate von etwa einem Prozent aufweisen, heißt es in der Analyse der BBVA, die damit ähnlich wie die Banco ITAU, eine der führenden Geschäfts- und Investmentbanken in Brasilien, bei der Wirtschaft des Landes eine leicht aufsteigende Tendenz sieht.

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