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Gelnhausen - „Auch wenn die tatsächlichen Ausmaße bezüglich der Einbrüche der kommunalen Steuereinnahmen noch lange nicht absehbar sind, so steht dennoch fest, dass die Coronakrise die Kommunen mit beispielloser Wucht treffen wird“, erklärt der finanzpolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion hauptamtlicher Dozent für Ökonomie an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Alexander Noll.

Gelnhausen - Auf Bundes-, Landes- und auch auf kommunaler Ebene wird zur Zeit über Lockerungen der drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona – Infektionen verhandelt. Die AfD Fraktion des Main-Kinzig-Kreises fordert nun angesichts der inzwischen extrem gesunkenen Ansteckungsgefahr die Kreisspitze auf, sich für die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen für Familien und Verwandte ersten Grades, für eine angemessene Öffnung von Gaststätten und für die Normalisierung des Betriebes von noch immer betroffenen kleinen Mittelstandsbetrieben und Geschäften bei der Landesregierung einzusetzen. Die Sensibilisierung für notwendige Hygienemaßnahmen ist inzwischen bei Betroffenen so groß, dass eigenverantwortliches Verhalten selbstverständlich ein sollte. Die AfD Fraktion ist weiterhin überzeugt, dass weitergehende Lockerungen auch im ländlichen Bereich des Kreises möglich und nötig sind, da die Infektionszahlen dort besonders niedrig sind.

Langenselbold - Stand 21.04.2020 gibt es in Hessen ca. 7.234 positiv auf Covid 19 getestete Personen und ca. 5.100 "geheilte" Personen. Im Saldo macht das für diesen Tag 2.134 Personen mit einem positiven Covid 19 -Test; wohlgemerkt mit oder ohne Symptome. 2.134 Personen sind 0,03% der hessischen Bevölkerung. 251 Menschen sind leider an und oder mit Covid 19 verstorben, dies sind 0,004% der Bevölkerung seit Beginn des Jahres (2,26 am Tag). Die Zahlen gehen aktuell täglich zurück, die Krankenhäuser stehen zum Großteil leer, es gibt dort teilweise Kurzarbeit und die Überlastungswelle in den Krankenhäusern, von der Frau Merkel auf Ratschlag des RKI zum 27.3. und alternativ zum 5.4. sprach, blieb Gott sei Dank aus.

Frankfurt am Main - Seit August des vergangenen Jahres ist das nördliche Frankfurter Mainufer zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke für den Autoverkehr gesperrt. Auf Grund von Stickoxid-Messungen im März hätte nun entschieden werden sollen, ob die Maßnahme bestehen bleibt. Auf dieses Pilotprojekt hatten sich alle Fraktionen im Römer – FDP und AfD allerdings eingeschränkt durch Änderungsanträge – geeinigt. Nur die „Bürger für Frankfurt“ (BFF) hatten dagegen gestimmt.

Frankfurt am Main - Die Frankfurter Stadtverordnete Jutta Ditfurth (Ökolinx) hat sich vor einer Woche an ihre Unterstützer auf Twitter gewandt: „Ich schaff’s nicht ohne Eure Hilfe. Erst wochenlang grippekrank, jetzt 3. Tag Covid19. Durch Corona alle 15 Jobs bis Juni verloren (Vorträge, Lesungen). Was soll ich noch sagen?“ Es ist ein verzweifelter Hilfeschrei unter vielen: Freiberufler und Gewerbetreibende leiden ganz besonders unter Corona, denn die Kosten bleiben gleich, aber die Einnahmen fallen weg. Angestellte Arbeitnehmer haben momentan noch gut lachen, da zumindest die Gehälter weitergezahlt werden.