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Düsseldorf/Berlin – Die Umfragewerte von CDU und CSU sind in den letzten Wochen vor allem deshalb so stark eingebrochen, weil das Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung als plan- und ideenlos wahrgenommen wird. Auch wenn die 16 Ministerpräsidenten zum Eindruck einer missglückten Pandemiebekämpfung beitragen, sehen viele in der Union eine Hauptschuld bei der Bundeskanzlerin, die eisern an ihren vielkritisierten Ministern Jens Spahn und Peter Altmaier festhält. Ihr scheint nach dem verpatzten Impfstart kaum mehr als eine ständige Verlängerung des Lockdowns einzufallen. Dabei hat sie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an ihrer Seite, während Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Regionen mit niedrigen Inzidenzzahlen und einer funktionierenden Schnelltest-Strategie gewisse Ermessensspielräume für vorsichtige Öffnungsschritte geben will.

Hamburg – Seit Ausbruch des Coronavirus wird darüber spekuliert, welche Branchen am besten aus der Krise kommen oder sogar Krisenprofiteure sind. Gewinner sind auf jeden Fall alle Finanzdienstleister, die mit Kryptowährungen arbeiten. So erlebte die älteste und bekannteste Digitalwährung, der Bitcoin, jüngst eine regelrechte Kursexplosion und stieg auf einen Rekordwert von über 50.000 US-Dollar. In Corona-Zeiten stellt der Bitcoin für viele Anleger offenbar eine attraktive Alternative zum Aktienmarkt dar, der insbesondere zu Beginn der Krise deutlich einbrach. Marktkenner rechnen auch künftig mit guten Anlageperspektiven für die Blockchain-gestützten Internetwährungen.

Wiesbaden - Die Hauptgeschäftsführerin der IHK Wiesbaden, Sabine Meder, hat im IHK Magazin „Hessische Wirtschaft“ die Corona-Politik der Bundesregierung kritisiert. Man könne im Kampf gegen Corona „nicht nur auf den nächsten Lockdown und immer wieder neue Verschärfungen setzen“, so die Wirtschaftsfunktionärin wörtlich. Es sei schon längst 5 nach 12 für die „verlorene Generation“ von Schülern, die nicht in die Schule dürften, für zahlreiche Unternehmer am Rande der Pleite und Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verloren hätten oder seit Monaten in Kurzarbeit seien.

Berlin – Von den im Bundestag vertretenen Parteien positionieren sich nur die FDP und AfD klar gegen den fast endlosen Lockdown, den Angela Merkel dem Land verordnet. Grüne und Linke denken nicht daran, eine echte Oppositionsrolle gegen die Corona-Politik der Kanzlerin einzunehmen, sondern geben ihr mit kosmetischen Korrekturforderungen eher noch Flankenschutz. Umso mehr können sich die Freien Demokraten von ihnen absetzen, was mit steigenden Umfragewerten belohnt wird. Parteichef Christian Lindner kann sich gerade nicht über fehlende Medienpräsenz beschweren. Selbst in den Talkrunden des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sich in der Corona-Krise zunehmend als unkritischer Regierungsfunk erwiesen hat, darf er relativ häufig seine Positionen zum Impf-Desaster und zur Lockdown-Fixierung der schwarz-roten Koalitionäre vortragen. Im Vorfeld des jüngsten Spitzentreffens Angela Merkels mit den Ministerpräsidenten verlangte er von den Akteuren, endlich schlüssige Regeln für eine Öffnung von Handel und Bildungseinrichtungen vorzulegen: „Die Bundesregierung lässt jede Perspektive vermissen, wie sie gesellschaftliches Leben wieder öffnen möchte. Die nationale Kraftanstrengung darf nicht länger nur darin liegen, Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft möglichst lange geschlossen zu halten.“ Notwendig sei ein bundesweit transparenter Rahmen mit „Wenn-Dann-Regeln“, die dem regionalen Infektionsgeschehen Rechnung trügen. Während Christian Lindner seine Forderungen betont nüchtern ohne jeden Anflug von Schärfe vorträgt, ist sein Parteifreund Wolfgang Kubicki eher für die Abteilung Attacke zuständig.

Hamburg – Bis zum Ausbruch des Coronavirus kannten die Haus- und Wohnungspreise in Hessen nur eine steile Richtung nach oben. Noch im Januar dieses Jahres war kein Ende des Immobilienbooms in Sicht, wie eine Trendmeldung der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) zeigte. „Nicht nur der Preisanstieg bleibt weiterhin ungebrochen. Die Nachfrage nach Grundstücken, Wohnungen und Häusern in Hessen kennt ebenso nach oben keine Grenzen“, kommentierte das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation die Zahlen für 2019. Als Hauptursache für die immer noch steigenden Immobilieninvestitionen gilt die anhaltende Niedrigzinspolitik der Zentralbanken. „Betongold“ ist angesichts der Zinslage fast die einzige Anlageform, die noch ordentliche Renditen verspricht.

Gelnhausen - „Auch wenn die tatsächlichen Ausmaße bezüglich der Einbrüche der kommunalen Steuereinnahmen noch lange nicht absehbar sind, so steht dennoch fest, dass die Coronakrise die Kommunen mit beispielloser Wucht treffen wird“, erklärt der finanzpolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion hauptamtlicher Dozent für Ökonomie an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Alexander Noll.

Gelnhausen - Gemeinsam luden der FDP-Kreisverband und die FDP-Kreistagsfraktion Mitte April zu einer öffentlichen Online-Expertenrunde für alle Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Unter dem Thema „Möglichkeiten für Unternehmen in der Coronakrise / Kredite, Soforthilfen, Entschädigungen“ konnten die Teilnehmer somit nicht nur aus erster Hand aktuelle Informationen erhalten, sondern sich auch direkt mit hochkarätigen Experten austauschen.

Gelnhausen - Auf Bundes-, Landes- und auch auf kommunaler Ebene wird zur Zeit über Lockerungen der drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona – Infektionen verhandelt. Die AfD Fraktion des Main-Kinzig-Kreises fordert nun angesichts der inzwischen extrem gesunkenen Ansteckungsgefahr die Kreisspitze auf, sich für die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen für Familien und Verwandte ersten Grades, für eine angemessene Öffnung von Gaststätten und für die Normalisierung des Betriebes von noch immer betroffenen kleinen Mittelstandsbetrieben und Geschäften bei der Landesregierung einzusetzen. Die Sensibilisierung für notwendige Hygienemaßnahmen ist inzwischen bei Betroffenen so groß, dass eigenverantwortliches Verhalten selbstverständlich ein sollte. Die AfD Fraktion ist weiterhin überzeugt, dass weitergehende Lockerungen auch im ländlichen Bereich des Kreises möglich und nötig sind, da die Infektionszahlen dort besonders niedrig sind.

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