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Berlin - Die Frage nach der CDU-Kanzlerkandidatur wird auch eine Richtungsentscheidung: Will die Union sich vor allem um das Zurückgewinnen von AfD-Wählern bemühen oder will sie hingegen die bei um 20 Prozentpunkten liegenden Grünen wieder auf Maß zurückstutzen? Offensichtlich ist, dass es schwierig werden dürfte, beide Wählergruppen gleichzeitig anzusprechen. Wer sich auf AfD-Wähler fokussieren möchte, akzeptiert dass die Grünen die SPD auf Dauer als stärkste Oppositionskraft ablösen und zum Hauptgegner in der K-Frage werden. Wer hingegen Grünen-Wähler ins Visier nimmt, wird den Exodus der Konservativen hin zur AfD im Zweifel noch verstärken und endgültig das Ziel aus den Augen verlieren, die AfD langfristig wieder aus den Parlamenten zu vertreiben.

Gelnhausen - Die FDP Gelnhausen ist derzeit auf die Kollegen von der CDU nicht gut zu sprechen: „Nun entlarven sich die Christdemokraten endgültig selbst. Ihr Vorsitzender, Christian Litzinger, fragt doch tatsächlich öffentlich wieso ein Bürgermeister überhaupt einen externen Rechtsbestand brauchen würde. Dass er diese Frage ausgerechnet in der neuesten Pressemitteilung der CDU tut, die lediglich die Speerspitze der persönlichen Angriffe der CDU auf den Bürgermeister darstellt, und damit auch der Hintergrund für die leider notwendige zusätzliche Expertise des Bürgermeisters darstellt.“

Saarbrücken - Nachdem sich die Wahl eines FDP-Politikers zum thüringischen Ministerpräsidenten mittlerweile zu einer veritablen Staatskrise entwickelt hat, werden auch die Fronten innerhalb der Union klarer. Auf der einen Seite steht das Partei-Establishment, das die Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) mit den Stimmen der AfD-Fraktion ebenso wie Angela Merkel für „unverzeihlich“ hält. Auf der anderen Seite wagt sich die Werteunion um Alexander Mitsch als parteiinterne Opposition immer mehr aus der Deckung. Nicht nur traute sich die in den letzten Tagen auf über 4.000 Mitglieder gewachsene Gruppierung zu, Herrn Kemmerich zur Wahl zu gratulieren, sie kritisierte auch die Entlassung des Ostbeauftragten der Bundesregierung und stellvertretenden thüringischen Landesvorsitzenden der CDU Christian Hirte als „Tiefschlag für die innerparteiliche Demokratie“.

Budapest – Für seinen Auftritt am 17. Dezember bei „Markus Lanz“ im ZDF muss der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, im eigenen Land ordentlich Prügel einstecken. Der Ex-Geheimdienstchef habe sich in der Talkshow „wie ein Oberlehrer“ aufgeführt, schrieb etwa die WAZ, während ihn der „Stern“ sogar als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnete. Selbst das Männer-Lifestylemagazin GQ meinte, sich zu der Sendung äußern zu müssen und bezeichnete Maaßen als „Brandstifter in feinem Zwirn“.

Berlin - Auch die Energiepolitik ist eines der Themengebiete, auf denen die Union in den letzten Jahren erheblich an Profil verloren hat. Nach dem eiligen – manche sagen übereilten – Atomausstieg par ordre du mufti nach dem Fukushima-Unglück weiß eigentlich niemand so genau, wofür die Union aktuell auf diesem Politikfeld steht. Windkraft, Kohle, Elektromobilität, alternative Kraftstoffe – überall bleibt die Partei eher schwammig positioniert.

Stuttgart – Die WerteUnion, der konservative Flügel innerhalb von CDU und CSU, erhält einen prominenten Neuzugang: Frank Straub wird Mitglied in der konservativen Basisbewegung innerhalb der CDU/CSU. Zwischen 1993 und 2009 war Frank Straub als Geschäftsführer des Familienunternehmens BLANCO GmbH & Co. KG mit Sitz im baden-württembergischen Oberderdingen tätig, anschließend bis 2016 als Vorsitzender des Verwaltungsrats. Bis heute wirkt er auch in politischen Gremien wie dem CDU Wirtschaftsrat und der Stiftung Familienunternehmen mit.

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