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Frankfurt am Main - Der mutmaßliche Mörder Hussein K. der Freiburger Studentin Maria L. konnte unbemerkt nach Deutschland einreisen und  Asyl beantragen, offensichtlich durch einen fatalen Fehler der griechischen Behörden. In Griechenland soll Hussein K. bereits wegen versuchten Mordes verurteilt worden sein.  Die griechischen Behörden hätten es unterlassen Hussein K. trotz Verstößen gegen Bewährungs- und Meldeauflagen international per Fahndung auszuschreiben oder einen Hinweis an Interpol zu geben.

Athen - Für die politische Linke war es einer der größten Erfolge der letzten zwanzig Jahre: Die Schwesterpartei der deutschen Linkspartei, die griechische „Syriza“ um den charismatischen Anführer Alexis Tsipras erreichte bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Januar 2015 in Griechenland 36,3 Prozent der Stimmen und wurde mit deutlichem Abstand stärkste Kraft.

Schon am Tag nach der Wahl wurde Tsipras in dem von der Euro-Krise und der hohen Staatsverschuldung gezeichneten Land zum Ministerpräsidenten ernannt. Für die nötige Parlamentsmehrheit sorgte eine Koalition mit der kleinen Partei ANEL, die damals kurioserweise mit der AfD noch in der EKR-Fraktion im Europaparlament saß und gemeinhin als eher rechtspopulistisch und migrationskritisch gilt.

Während diese Entscheidung vor allem bei der Linken außerhalb Griechenlands Irritationen hervorrief, sollten die riesigen Hoffnungen in Tsipras sich für die verarmte Bevölkerung der einst so großen Nation als trügerisch herausstellen. Auch Tsipras kochte nur mit Wasser und konnte nicht durch einen wundersamen Handstreich die westlichen Geldgeber dazu bewegen, die Geldhähne offenzuhalten und gleichzeitig auf Sparmaßnahmen zu verzichten, wie er es vor der Wahl versprochen hatte. Auf Grund eines Reformprogrammes, das er notgedrungen verabschieden musste, verweigerte der linksextreme Flügel ihm die Gefolgschaft und spaltete sich ab. Die Folge: Weitere Neuwahlen im September 2015, doch auch diese konnte Tsipras noch mit über 35 Prozent für sich entscheiden.

München - Brexit, zusammengesetzt aus Britain und Exit, bedeutet einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. In einem Referendum sollen die Briten am 23. Juni 2016 über einen Brexit entscheiden. Derzeit liegen in Umfragen entsprechend die Befürworter eines Brexit knapp vorne. Insbesondere die UK Independence Party (UKIP oder Ukip), Partei für die Unabhängigkeit des Vereinigten Königreichs, mit ihrem Vorsitzenden Nigel Paul Farage befeuert den Brexit.

Berlin - Nicht nur Deutschland, ganz Europa wird von der Asylkrise heimgesucht. Doch nicht jedes Land ist bereit, hunderttausende Zuwanderer aufzunehmen. Einige EU-Mitgliedstaaten sehen sich auch nicht mehr imstande, ihre Außengrenzen zu kontrollieren. Das betrifft auch Deutschland, doch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schiebt den Schwarzen Peter lieber dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zu. Mit diesem ist er im Rahmen der Euro-Krise schon häufig aneinandergeraten.

Frankfurt am Main – Um die Forderungen der Gläubiger zu erfüllen, ist der griechische Staat dazu angehalten, seine öffentliche Infrastruktur zu privatisieren. Davon will auch die Frankfurter Fraport AG profitieren, die am Montag gemeinsam mit ihrem griechischen Partner, der Copelouzos Group, einen über 40 Jahre laufenden Vertrag zur Übernahme von 14 regionalen Flughäfen in Griechenland unterzeichnet hat. Die Übergabe ist für den Herbst 2016 geplant. Laut Vertrag bleibt der griechische Staat über den gesamten Zeitraum Eigentümer der Flughäfen. Bei dem Geschäft handelt es sich um das erste große Privatisierungsvorhaben der Regierung von Alexis Tsipras (Syriza).

Athen - Ein wesentliches Wahlversprechen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras war seinerzeit, milliardenschwere Reparationsforderungen an Deutschland zu richten. Noch im April sagte die griechische Regierung, dass Deutschland 278 Milliarden Euro an Kriegsentschädigungen an Athen zahlen müsste. Auch der rechtspopulistische Koalitionspartner Anel hatte die Reparationsfrage zu einem Thema mit hoher Priorität erklärt. Im März wurde in diesem Zusammenhang ein Ausschuss gebildet, der von der damaligen Parlamentspräsidentin Zoe Konstantopoulou geleitet wurde.

Berlin - Die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dafür zu arbeiten, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt, trifft in der Union immer mehr auf Widerstand. Möglicherweise fürchtet Merkel eine Abkehr Griechenlands vom Westen und eine Hinwendung zu Russland, weshalb sie ihren Kurs in den letzten Tagen geändert hat.

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