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München – Viele sogenannte Millennials müssen sich Sorgen machen, als Rentner in Armut zu leben. „Millennial“ ist die Bezeichnung für die in den Jahren vor der Jahrtausendwende geborene Generation. Meist werden die Jahrgänge zwischen 1980 bis 2000 dazu gezählt.Millennials gelten in der Regel als internetaffin, bildungsbegeistert und leistungsorientiert. Gleichzeitig legen sie gesteigerten Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Erfolg und Selbstverwirklichung, Arbeit und Freizeit. Die Millennials haben deshalb oft höhere Ansprüche an Arbeitgeber als die Vorgängergenerationen. Ihr Problem ist, dass sie trotz ihrer meist hohen Qualifikation auf eine Arbeitswelt stoßen, die sie später einmal in die Altersarmut entlassen wird. Diese Generation hat nämlich kaum noch die Chance, durch eine gut bezahlte Dauerbeschäftigung die Ansprüche im staatlichen Rentensystem zu erwerben, die nötig sind, um von der gesetzlichen Rente halbwegs sorgenfrei leben zu können. Die Erwerbsbiografien sind aufgrund der Flexibilitätsanforderungen des Arbeitsmarktes immer brüchiger und prekärer geworden. Die gesetzliche Rente wird für die Millennials zur Sicherung ihres gewohnten Lebensstandards im Alter nicht mehr ausreichen. Private Vorsorge wird deshalb immer wichtiger.

Dresden – Das 2001 eingeführte Modell der Riester-Rente ist nach wie vor umstritten. War die Riester-Rente ursprünglich als Mittel gegen drohende Altersarmut vorgesehen, so kommt auch diese Form der Altersvorsorge, glaubt man jüngeren Untersuchungen, eher denjenigen zugute, die finanziell ohnehin schon recht gut dastehen. Somit scheint die Riester-Rente weitgehend das einst ausgegebene Ziel, die Geringverdiener vor Altersarmut zu bewahren, zu verfehlen. Wir haben uns mit den Vorständen der Dresdner PBM - Private Banken Makler AG, Carsten Volkening und Markus Voigt, darüber unterhalten, ob der schlechte Ruf der Riester-Rente gerechtfertigt ist und ob es sich in manchen Fällen nicht doch lohnen kann, einen Vertrag abzuschließen.