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Offenbach am Main - Auch in der jüngsten Stadtverordnetensitzung hat die neue „Tansania“-Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern ihre Geschlossenheit demonstriert und den bisherigen SPD-Kämmerer Felix Schwenke abberufen. Das letzte Mail war in Offenbach im Jahr 1989 ein hauptamtlicher Stadtrat vorzeitig aus dem Amt gewählt worden.

Offenbach am Main – In Offenbach sind die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern in vollem Gange. Die bunte Runde ist auch unter der Bezeichnung „Jamaika plus“ bekannt. Maßgeblicher Akteur auf Seiten der Liberalen ist der FDP-Fraktionsvorsitzende Oliver Stirböck, der als umgänglicher Mensch mit lokaler Verankerung und Gespür fürs Wesentliche, aber eben auch als knallharter Verhandlungspartner bekannt ist. Der Diplom-Kaufmann und Unternehmer setzt sich – mit einem FDP-Rekordergebnis im Rücken – in den Gesprächen für liberale Kernpunkte wie Wirtschaftsförderung und Bildung ein.

Frankfurt am Main – Die Alternative für Deutschland (AfD) tritt in 20 Landkreisen (bis auf Werra-Meißner) und allen fünf kreisfreien Städten zu den hessischen Kommunalwahlen am 6. März an. Darüber hinaus wird die euro- und zuwanderungskritische Partei auch in den Kommunen Bensheim, Gießen, Bad Homburg, Oberursel, Fuldabrück, Bad Karlshafen, Neu-Isenburg, Dietzenbach, Rodgau, Dreieich, Heusenstamm und Volkmarsen auf dem Stimmzettel stehen.

Kassel – Das Bundessozialgericht in Kassel hat entschieden, dass künftig jeder Ausländer aus einem EU-Mitgliedstaat, der mindestens sechs Monate lang in Deutschland gelebt hat, einen Anspruch auf Sozialhilfe geltend machen kann. Ausschlaggebend ist dabei nicht, ob sich die betreffende Person überhaupt um einen Arbeitsplatz bemüht hat oder eine entsprechende Qualifikation vorweisen kann, sondern einzig und allein die Aufenthaltsdauer. Mit der Entscheidung des vierten Senats ist freilich kein Anreiz für Armutszuwanderung, etwa aus Rumänien und Bulgarien, aus der Welt geschafft, sondern vielmehr gerichtlich bestätigt worden.

Mainhausen – Die Filiale Mainhausen-Zellhausen der Sparkasse Langen-Seligenstadt (SLS) hat einen neuen Chef. Wie das Institut am Donnerstag mitteilte, konnte Jürgen Kuhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der SLS, der Öffentlichkeit den künftigen Leiter der Geschäftsstelle, Christoph Bus, vorstellen, der die Führungsposition von Thomas Geis übernimmt. Geis wird nach Angaben der Sparkasse „auf eigenen Wunsch eine andere verantwortungsvolle Tätigkeit“ im Haus übernehmen.

Hainburg – Vor wenigen Monaten konnte die Sparkasse Langen-Seligenstadt (SLS) ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Bei Häppchen und Sekt hatten die Vorstände Klaus Zoufal und Jürgen Kuhn, der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Lortz und der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, gut lachen, denn die Bilanzzahlen könnten im Jubiläumsjahr kaum besser sein. Da kommt es der Chefetage ungelegen, wenn in der Region Seligenstadt Flyer in den Briefkästen landen, in denen mit Bezug auf die SLS von „einem vollkommen inakzeptablen und kundenfeindlichen Verhalten“ gesprochen wird. Sie gipfeln am Ende sogar in dem Vorwurf: „Selbst in dem Fall, dass sich nur die Hälfte der von unseren Mitgliedern angeprangerten Machenschaften bei der Sparkasse Langen-Seligenstadt als zutreffend herausstellen und beweisen lassen, sollte man diese Anstalt des öffentlichen Rechts nicht mehr Sparkasse, sondern kriminelle Vereinigung nennen dürfen.“

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