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Wiesbaden – Die Corona-Politik der Bundesregierung, die sich nach dem verstolperten Impfstart in der Verhängung eines Endlos-Lockdowns zu erschöpfen scheint, hat neue Kritik auf sich gezogen. Mit der Lockdown-Satire „Alles dichtmachen“ protestieren berühmte deutsche Schauspieler gegen den herrschenden Corona-Diskurs. Jan Josef Liefers, Nadja Uhl, Ulrich Tukur, Wotan Wilke Möhring, Ulrike Folkerts, Heike Makatsch, Richy Müller und Dutzende weitere Schauspieler nehmen die Corona-Maßnahmen und -Verbote der Bundesregierung mit böser Ironie aufs Korn. In satirischen Video-Statements erklären sie beispielsweise, warum sie die Nachbarskinder morgens um fünf Uhr für einen Corona-Test aus dem Bett holen und weshalb sie niemandem mehr die Tür öffnen. In seinem Video sagt Liefers, man dürfe „verantwortungslosen, menschenverachtenden Ärzten und Wissenschaftlern, die zu anderen Schlüssen kommen als die beratenden Experten unserer Regierung“, keine Bühne bieten. „Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir durch die Pandemie.“ Ulrich Tukur spricht sich dafür aus, die Supermärkte zu schließen. Denn wenn die Menschen verhungert seien, könne sich das Virus nicht mehr ausbreiten. Mit Blick auf die Corona-Horrormeldungen sagte Schauspieler Volker Bruch: „Ich will wieder mehr Angst haben. Denn ohne Angst habe ich Angst. Deshalb appelliere ich an unsere Regierung: Macht uns mehr Angst. Die Menschen im Land brauchen diese Angst jetzt. Liebe Regierung, lasst uns in dieser Lage nicht allein.“

Wiesbaden – Hessens Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) hat am Freitag in Wiesbaden die neue Dachmarke „Kultur in Hessen“ vorgestellt, die die Attraktivität und Einmaligkeit der kulturellen Schätze des Landes zusammenführen und sichtbarer machen soll. „In Hessen ist ein unglaublicher Kulturtanker unterwegs“, so Rhein bei der Präsentation der Initiative. Es gebe 3,5 Millionen Kunst- und Kulturgüter im Besitz des Landes mit einem Wert von über vier Milliarden Euro. Viele Menschen wüssten aber von diesen Schätzen nichts.

Kassel – Die Kasseler CDU fordert einen transparenteren Umgang des Magistrats mit dem neuen documenta-Institut, das am Holländischen Platz errichtet werden soll. „Wir erwarten, dass der Magistrat bei der nun anstehenden Konzeptentwicklung des documenta-Institutes mehr Transparenz, Offenheit und Beteiligung ermöglicht, als dies bei der Standortsuche der Fall war“, so Marcus Leitschuh, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, am Mittwoch.

Kassel – Die Kasseler SPD lässt sich im Streit um den Standort des neuen documenta-Instituts nicht beirren und spricht sich weiterhin für den Holländischen Platz aus. Der Standort sei „ideal“, so Rabani Alekuzei, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Die Kritik der CDU an der Standortsuche können die Sozialdemokraten nicht nachvollziehen.

Dietzenbach – Der Heusenstammer Landtagsabgeordnete Ismail Tipi (CDU) setzt sich schon seit geraumer Zeit für den Erhalt und die Sanierung von Museen und Kulturdenkmalen im Landkreis Offenbach ein. „Hessen und sein kulturelles Erbe den Menschen näher zu bringen, ist ein wichtiges Anliegen der hessischen Landesregierung. Dazu gehört auch eine abwechslungsreiche Museumslandschaft, vor allem auch durch die vielen Museen im ländlichen Raum und dessen Förderung“, begründet der Unionspolitiker sein Engagement.

Kassel – Zwischen der rot-grün-gelben Rathauskoalition um den scheidenden Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und der oppositionellen CDU gibt es weiter Uneinigkeit in der Frage des Standortes vom neuen documenta-Institut. Während die Sozialdemokraten und ihre Partner den Parkplatz am Holländischen Platz präferieren, möchte die Union das Institut hinter das Fridericianum verlegen. Einen entsprechenden Antrag will die CDU-Fraktion zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einbringen und hofft dabei auf Unterstützung aus den Reihen der Ampelkoalitionäre.

Kassel – Die CDU-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung kritisiert, dass die Stadtparlamentsvertreter mit der Magistratsvorlage zum Bau eines documenta-Instituts vor vollendete Tatsachen gestellt werden, ohne dass es zuvor eine breite Debatte über diese Maßnahme gegeben hätte. Erst vor kurzem wurde der geplante Standort auf dem bisherigen Parkplatz am Holländischen Platz vorgestellt, nun sollen im Parforceritt von der Stadtverordnetenversammlung Kostenrahmen und Konzept beschlossen werden. Unionsfraktionschef Michael von Rüden vermutet, dass es der Magistrat vor allem deshalb so eilig hat, weil sich Kassels scheidender Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) das Projekt noch auf die Fahnen schreiben will.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Dreieich - Der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur in Dreieich wird sich in seiner nächsten Sitzung am 25. April mit einem Antrag der CDU-Stadtverordnetenfraktion zur Verwendung der Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm II beschäftigen. Diese Gelder des Bundes und des Landes Hessen wollen die Christdemokraten in den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen und die Erweiterung der Grundschulkapazität investieren.

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