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Stuttgart – Gold gilt besonders in krisenhaften Zeiten mit weltwirtschaftlichen Risiken als „sicherer Hafen“. Weil es solche Krisenherde derzeit viele gibt, stieg der Preis des Edelmetalls Ende Juni auf über 1.400 US-Dollar je Feinunze und damit auf den höchsten Wert seit über sechs Jahren. Da die US-Notenbank Fed signalisiert hat, ihre Leitzinsen zu senken, und die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik in der Eurozone weiter lockern dürfte, hat der Nachteil von Gold, keine Zinsen oder Dividenden abzuwerfen, für Anleger an Bedeutung verloren. Wenn Zinsen weiter fallen, schlägt das immer positiv auf den Goldpreis durch. Daniel Briesemann, Edelmetallexperte bei der Commerzbank, erklärt das so: „Die Aussicht auf eine geldpolitische Wende der beiden großen Notenbanken ist der Hauptgrund für den Preisanstieg. Die Attraktivität von Anleihen ist so gefallen und dies macht Gold für Anleger interessanter.“ Niedrigere Zinsen sind grundsätzlich eine Belastung für Währungen. Selbst der US-Dollar ist zuletzt wegen der Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell unter Druck geraten. Der jüngste Anstieg des Goldpreises steht eindeutig im Zusammenhang mit den Kursverlusten des Dollar.

Stuttgart – Der Gold-Spezialist Harald Seiz weiß sich wirklich in Szene zu setzen. Wer auf seine Internet-Präsentation geht, sieht einen Geschäftsmann in schwarzem Anzug mit Einstecktuch, der gedankenversunken eine edle Zigarre schmaucht. „Am Anfang steht die Idee, der Erfolg kommt mit der Umsetzung. Es ist die Leidenschaft, die mich jedes Mal aufs Neue dabei antreibt“, heißt es dort. Und: „Aufhalten wird man unsere Idee schon bald nicht mehr können. Dazu steckt zu viel Energie im Gold der Zukunft!“ Gold ist ein Sachwert, der alle historischen Erschütterungen der Finanzsysteme überstanden und sich als Krisenwährung bewährt hat. Vermögensberater empfehlen Anlegern deshalb, etwa zehn Prozent ihres Privatvermögens in das Edelmetall zu investieren. Der Zeitpunkt zum Goldkauf ist momentan günstig, weil es auf klassische Geldanlagen wie Sparbücher und Lebensversicherungen kaum noch Erträge gibt und den Kunden deshalb echte Kaufkraftverluste entstehen.

München – Der Gold-Experte und Publizist Peter Boehringer hat gegenüber HESSEN DEPESCHE seinen Eintritt in die AfD bestätigt. Er wolle jedoch vorerst einfaches Mitglied bleiben und keine Funktionen in der Partei übernehmen. „Es ist noch einiges offen in der Ausrichtung, und ich habe selbst noch einiges zu recherchieren und zu finden und zu beeinflussen bei der neuen AfD“, so der Inhaber der PBVV Unternehmensberatung, der auch Vorstandsmitglied der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V. ist.