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Hamburg – Seit Ausbruch des Coronavirus wird darüber spekuliert, welche Branchen am besten aus der Krise kommen oder sogar Krisenprofiteure sind. Gewinner sind auf jeden Fall alle Finanzdienstleister, die mit Kryptowährungen arbeiten. So erlebte die älteste und bekannteste Digitalwährung, der Bitcoin, jüngst eine regelrechte Kursexplosion und stieg auf einen Rekordwert von über 50.000 US-Dollar. In Corona-Zeiten stellt der Bitcoin für viele Anleger offenbar eine attraktive Alternative zum Aktienmarkt dar, der insbesondere zu Beginn der Krise deutlich einbrach. Marktkenner rechnen auch künftig mit guten Anlageperspektiven für die Blockchain-gestützten Internetwährungen.

Hamburg – Die Blockchain-Technologie wird nach Überzeugung zahlreicher Finanzexperten das Wirtschaftssystem revolutionieren und sich von der Herstellung von Kryptogeld lösen, für die sie ursprünglich entwickelt wurde. Die Blockchain, also die „Blockkette“, vernetzt dezentrale Computersysteme, um Transaktionen aller Art manipulationssicher in ihrer genauen Reihenfolge zu erfassen. Mithilfe einer Software wird jede Information von miteinander verbundenen Computersystemen blockweise abgespeichert und jedem verschlüsselten Informationsblock ein neuer hinzugefügt. So erhalten alle Teilnehmer des Netzwerkes einen gleichberechtigten Zugriff auf die Informationen und können Transaktionen jederzeit überprüfen. Die Blockchain ist also ein hochgradig transparentes Online-Register, das fälschungssicher alle Datensätze zu Geldbeträgen, Wertpapieren und Verträgen erfasst. Die Digitalisierung des Wirtschaftslebens erreicht damit eine ganz neue Stufe und wird viele Transaktionen schneller, preisgünstiger und sicherer machen. Das betrifft nicht nur die klassischen Lieferketten von Unternehmen, sondern auch ökonomische Zwischeninstanzen, die einfach nicht mehr gebraucht werden. Das gilt heute schon für Banken, an denen die Herstellung und Zirkulation von Kryptowährungen völlig vorbeigeht. Auch Mittler zwischen Produkterzeuger und Produktkäufer wie Musikverlage oder Reisebüros könnten überflüssig werden.

München – Der Vertriebsprofi Michael Scheibe geizt nicht mit Superlativen, wenn es um sein in Luxemburg ansässiges Unternehmen COOINX S.A. und vor allem sich selbst geht. Im August dieses Jahres zog er 100 Tage nach dem Projektstart seines „unternehmerischen Babys“ eine erste Bilanz, die gewohnt positiv ausfiel, aber – ebenso gewohnt – kaum mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Zahlen zu glänzen wusste. Im Rahmen der weeNexx AG planen Michael Scheibe und sein Geschäftspartner Cengiz Ehliz ein ICO, um nach eigenen Angaben das Cashback-System „wee“ mit moderner Blockchain-Technologie zu verzahnen. Mit anderen Worten: Es geht wohl um eine neue Kryptowährung, die auf „wee“ basieren soll. Wie genau das funktioniert und worauf interessierte Anleger bei diesem ICO setzen können, bleibt vorerst nebulös.

München/Pirna – Mit einer Umtauschaktion von Aktien der der Swiss Fintec Invest AG (ehemals wee.com AG) in Token des angekündigten ICOs, für die Cengiz Ehliz und Mirko Scheffler sogar mit einem Video werben (https://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/wee-und-mpm-group-ag-cengiz-ehliz-und-mirko-scheffler-bieten-seltsamen-umtausch-von-aktien-für-token-an.html), soll eine neue Stufe der „wee“-Rakete gezündet werden, die allerdings nach Ansicht von Kritikern eher wie ein Rohrkrepierer anmutet.

Luxemburg – Michael Scheibe ist nicht gerade für Bescheidenheit bekannt. „Gut 100.000 Flugmeilen“ habe er bewältigt, rund „100 Experteninterviews geführt“ und „einen Teil seines privaten Vermögens“ investiert, um sein in Luxemburg ansässiges Unternehmen COOINX auf die Erfolgsspur zu bringen, teilt er in einer aktuellen Presseerklärung mit. Der FinTech-Neuling wirbt damit, ein „Motor für die Digitalisierung des europäischen Einzelhandels“ zu sein und bietet seinen Partnern als „einzigartiges Incentive“ den Token eines ICO an, das„im 4. Quartal von externer Seite realisiert wird“. Erklärtes Ziel sei es, „eine Million MDT-Packages bis 2019 zu vermarkten und gemeinsam mit ‚wee‘ eine europaweite Renaissance des teils darbenden Einzelhandels aktiv mit zu gestalten“. Das klingt zunächst einmal gut, aber wird Michael Scheibe auch halten, was er verspricht?

Offenbach am Main - Zur Überraschung aller politischen Beobachter wird die extrem schwächelnde Piratenpartei mit einem eigenen Kandidaten zur Offenbacher Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2017 antreten. Dabei handelt es sich nicht um den Offenbacher Piraten-Stadtverordneten Gregory Engels, der nach der letzten Kommunalwahl zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der CDU entdeckte und als „Hospitant“ sogar Mitglied der CDU-Fraktion wurde.