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Nach manroland: Neubaugebiet auch für Zellhausen

"Zellhausen kommt zu kurz" - SPD Mainhausen reagiert auf Kritik von Annemarie Stuckert (CDU)

Donnerstag, 28 Januar 2016 19:51
Auch die SPD Mainhausen schenkt dem Ortsteil Zellhausen nach einer Werbeoffensive durch Annemarie Stuckert (CDU) mehr Aufmerksamkeit! Auch die SPD Mainhausen schenkt dem Ortsteil Zellhausen nach einer Werbeoffensive durch Annemarie Stuckert (CDU) mehr Aufmerksamkeit! Quelle: SPD Mainhausen, www.annemariestuckert.de

Mainhausen - Annemarie Stuckert, Gemeindevertreterin und stellvertretende CDU-Vorsitzende in Mainhausen, hatte zuletzt den Stein für den Mainhausener Ortsteil Zellhausen ins Rollen gebracht. Mit ihrem Wahlwerbemittel "Annemarie für Zellhausen!" stellte Stuckert in den Raum, dass die Gemeindeverwaltung zuletzt immer offener den Ortsteil Mainflingen bevorzuge. Zellhausen dagegen bekäme fast nur noch Nachteile ab und werde "stiefmütterluch verwaltet" (https://www.hessen-depesche.de/regional/annemarie-stuckert-cdu-behauptet-die-gemeinde-mainhausen-verwaltet-zellhausen-stiefmütterlich-und-bevorzugt-bei-investitionen-mainflingen.html).

Die SPD unter Fraktionschef Kai Gerfelder reagierte prompt. In einer Presseaussendung vom Tage heißt es: "Für einen weiteren Vorstoß zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes in der Region sorgt die SPD-Mainhausen. Bereits in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung steht die Schaffung eines Neubaugebiets im Ortsteil Zellhausen auf der Agenda." Da wird man sich in Zellhausen freuen, glaubt auch Annemarie Stuckert.

„Nachdem mit der erfolgreichen Erschließung des manroland-Geländes zum Zwecke der Wohnbebauung begonnen wurde und bald die Vermarktung der Grundstücke erfolgen wird, ist es nun notwendig sowohl einen Zeithorizont als auch eine Umsetzungsstrategie zur Schaffung eines Neubaugebietes im Ortsteil Zellhausen zu diskutieren“, erläutert SPD-Fraktionsgeschäftsführer Frank Simon die Initiative.

Zahlreichen jungen Familien kann derzeit im Ortsteil Zellhausen kein Bauplatz angeboten werden. Der Wunsch nach Entfaltung und Alterssicherung durch ein Eigenheim werde von der SPD Mainhausen aber weiter unterstützt. Ebenso wenig stehen ausreichende Flächen für den Geschosswohnungsbau zur Schaffung von Miet- und Eigentumswohnungen zur Verfügung. Der steigende Bedarf führt wiederum zu einer Verteuerung sowohl der Grundstückspreise als auch zur Erhöhung des lokalen Mietspiegels. Das sei nicht im Sinne der Mainhäuser SPD. Auch die Innenraumverdichtung und Schließung von Baulücken könne den Bedarf langfristig nicht sättigen.

„Unsere Regionalpolitiker Ruth Disser und Kai Gerfelder haben in der Verbandskammer des Regionalverbands FrankfurtRheinMain bereits vor Anfang des Jahrzehntes auf eine Ausweisung von Bauerwartungsland in Zellhausen hingewirkt. Mit der Bereitstellung von Wohnbauflächen im Regionalen Flächennutzungsplan 2010 (RegFNP) wurde daraufhin der Gemeinde die Möglichkeit geboten, auch in Zellhausen neue Wohnbauflächen auszuweisen. Diese befinden sich südlich der Berliner Straße und südlich der Waldstraße. Durch die Insolvenz von manroland wurde aber zunächst das Mainflinger Gebiet umgewidmet, um eine teure Industriebrache zu verhindern“, ergänzt die Stellvertretende Vorsitzende Katja Jochum .

Mit den Vorgaben des RegFNP ist der Gemeinde auch eine regionale Aufgabe übertragen worden. So sollen die bereitgestellten Flächen dazu dienen, den Bevölkerungsdruck in der Metropolregion abzufedern und ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Nach dem Willen der SPD Mainhausen muss nun ein Konzept erarbeitet werden, um die vorhandenen Flächenpotentiale im Ortsteil Zellhausen zum Zwecke der Wohnbebauung zu aktivieren. Den entsprechenden Startschuss will die SPD am kommenden Dienstag in der Gemeindevertretung geben.

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