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Anfrage an den Magistrat bestätigt Risikogruppe der über 60-Jährigen

Samuel Diekmann (SPD) fordert Suizidpräventionskonzept für Rödermark

Dienstag, 04 Juli 2017 22:00
Samuel Diekmann, SPD-Fraktionschef in Rödermark Samuel Diekmann, SPD-Fraktionschef in Rödermark Quelle: Samuel Dieckmann, HESSEN DEPESCHE

Rödermark – Eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Ulrike Alex an das Sozialministerium hat ergeben, dass 46 Prozent der Suizide in Hessen auf die Altersgruppe der über 60-Jährigen entfallen. Die SPD in Rödermark wollte wissen, ob dies auch für die eigene Gemeinde gilt und stellte eine entsprechende Anfrage an den Magistrat. Das Ergebnis: In Rödermark fallen sogar rund 50 Prozent der Suizide auf die Altersgruppe der über 60-Jährigen.

Der Fraktionsvorsitzende in der Rödermärker Stadtverordnetenversammlung, Samuel Diekmann, erklärte dazu am Montag: „Die Antworten des Magistrates bestätigen leider die Erkenntnisse sowohl bei den geschlechts- als aluch den altersgruppenspezifischen Unterschieden: Nur zwei von neun Selbsttötungen wurden von Frauen begannen, der Anteil der Suizide in der Altersgruppe der über 60-Jährigen lag dabei bei 50 Prozent.“

Die Stadt habe bisher kein eigenes Suizidpräventionskonzept, die Fachabteilung Senioren und Sozialer Dienst reagierten aber, wenn es Hinweise auf soziale und/oder psychische Probleme bei Rödermärker Bürgern gebe. Die Suizidrate im Landkreis Offenbach liege allerdings unter dem hessischen Durchschnitt.

Abschließend sagte Diekmann: „Wir hoffen, dass mit unserer Anfrage auch ein wenig mehr für die Risikogruppe der über 60-Jährigen sensibilisiert werden kann. Nicht nur die Fachabteilungen, sondern auch Familien und Nachbarn sind hier gefordert. Wir dürfen diese Menschen nicht alleine lassen, sie gehören zu unserer Stadt und haben unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge verdient.“

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