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Kein Logistikstandort im Gewerbegebiet Weiskirchen-Ost!

Rodgau: Dr. Thomas Kilz (CDU) vehement gegen Mehrbelastung von Weiskirchen

Freitag, 06 Dezember 2019 16:09
Dr. Thomas Kilz Dr. Thomas Kilz Quelle: Rechtsanwalt Dr. Thomas Kilz

Rodgau - Die CDU im Rodgauer Stadtteil Weiskirchen lehnt neuerliche Pläne des Magistrats zur Ansiedlung von Logistikunternehmen im Gewerbegebiet Weiskirchen-Ost entschieden ab.

Schockiert hat die CDU Weiskirchen um Dr. Thomas Kilz zur Kenntnis genommen, dass die Verwaltungsspitze in Rodgau einen neuerlichen Versuch unternimmt, Unternehmen aus der Logistikbranche im Gewerbegebiet Weiskirchen-Ost anzusiedeln. In den aktuellen Plänen sollen auf einem Grundstück in der Boschstraße zwei Hallenkomplexe mit insgesamt über 13.000 m² Lagerfläche und mehr als 20 Laderampen entstehen. Der Investor des Projekts rechnet laut Vorlage des Magistrats mit 100 LKWs, damit 200 Fahrten pro Tag! Dies stellt für die Christdemokraten im Norden Rodgaus eine nicht hinnehmbare Mehrbelastung für die angrenzenden Wohnviertel dar.

Das Gewerbegebiet sei weder hinsichtlich der Kapazität der Straßen, noch der vorhandenen Abstellflächen darauf ausgelegt, diesen massiven LKW-Verkehr aufzunehmen. Der Magistrat treibt hier sehenden Auges ein Projekt voran, welches zu Verkehrschaos und großen Einschnitten in die Lebensqualität im Osten Weiskirchens, als auch ganz Weiskirchens, führt. Schließlich sei anzunehmen, dass auch eine erhebliche Anzahl von LKW über die Haupt- und Schillerstraße das Unternehmen anfahren würde.

Zudem weist die CDU die öffentlichen Schuldzuweisungen hinsichtlich des bestehenden Planungsrechts in Weiskirchen-Ost in aller Schärfe zurück. Nachdem 2002/2003 die Ansiedlung einer Großspedition auf diesem Gelände - gemeinsam mit einer Bürgerinitiative - erfolgreich verhindert werden konnte, haben sowohl der Ortsbeirat als auch die Stadtverordnetenversammlung in den Jahren 2003 und 2005 auf Initiative der CDU hin (einstimmige) Beschlüsse gefasst, die den Magistrat beauftragt haben, entsprechende Gewerbebetriebe in der Bauleitplanung auszuschließen.

Seit diesem Zeitpunkt hat der Magistrat diese Beschlüsse aber nicht umgesetzt!

Nicht die CDU sei schuld, dass dort immer noch die Ansiedlung von Logistik möglich ist. Vielmehr habe es Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) in seiner bald 10-jährigen Amtszeit nicht geschafft, den klaren und einstimmigen Auftrag der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2005 umzusetzen und das Gebiet mit einem neuen Bebauungsplan zu versehen.

Nun müssen die Bürgerinnen und Bürger für die Versäumnisse des hauptamtlichen Magistrats bezahlen.

Letzte Änderung am Freitag, 06 Dezember 2019 16:14
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