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Der FDP-Politiker will sich für mehr aktiven Lärmschutz einsetzen

Offenbachs Stadtrat Paul-Gerhard Weiß (FDP) in Vorstand der Fluglärmkommission gewählt

Dienstag, 04 Juli 2017 18:15
Offenbachs Dezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) und Angela Prokoph (HESSEN DEPESCHE) Offenbachs Dezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) und Angela Prokoph (HESSEN DEPESCHE) Quelle: HESSEN DEPESCHE

Offenbach am Main - In ihrer jüngsten Sitzung hat die „Kommission zur Abwehr des Fluglärms“ am Frankfurter Flughafen den Offenbacher Stadtrat Paul-Gerhard Weiß einstimmig in den Vorstand gewählt. Der FDP-Politiker vertritt seit 2016 wieder die Stadt Offenbach in dieser Kommission.

Ihr gehören 46 Vertreter der von Fluglärm betroffenen Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden sowie der Luftverkehrswirtschaft und der Fraport AG an. Der neunköpfige Vorstand hat deren Arbeit zu koordinieren, Sitzungen und Beschlüsse vorzubereiten und die Kommission in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die Fluglärmkommission ist ein im Luftverkehrsgesetz verankertes Gremium, das die Deutsche Flugsicherung, das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung sowie das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung bei allen fluglärmrelevanten Angelegenheiten berät und ein Anhörungsrecht hat.

Paul-Gerhard Weiß, der in Offenbach mit dem Schulamt, der Volkshochschule, der Stadtbücherei, dem Jugendamt und dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) für den ganzen Bildungsbereich zuständig ist, will sich für mehr aktiven Lärmschutz einsetzen. Gesundheitlich relevante Lärmwerte dürften nicht länger überschritten werden. Dabei gehe es um möglichst schonende Flugrouten, größere Überflughöhen und modernes Gerät.

Der Freie Demokrat betonte: „Es müssen aber auch grundsätzliche und längerfristige Fragen der Zusammenarbeit von Flughäfen, Betriebsregelungen, der Bahnkonfiguration und Bahnnutzungen diskutiert werden, damit die Interessen des Flughafens und die Lärmschutzbelange der dicht besiedelten Region besser zusammenkommen.“ Außerdem bräuchten die betroffenen Kommunen mehr finanzielle Hilfen für den baulichen Lärmschutz an Bildungseinrichtungen.

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