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Nach Austritt aus der CDU

Mainhausen: Wechselt Johannes Wegstein nun zur FDP?

Mittwoch, 26 Juni 2019 17:07

Mainhausen - Als HESSEN DEPESCHE am 12. Juni alle Leser darüber informierte, dass der Mainhausener CDU-Politiker Johannes Wegstein die Union verlassen hat (https://hessendepesche.de/regional/mainhausen-johannes-wegstein-mag-nicht-mehr-mit-der-cdu.html), war dies weiten Teilen der örtlichen Politik noch nicht bekannt. Nun bestätigte sich der eigenwillige Entschluss des früheren Bankmanagers. Johannes Wegstein gehört nicht mehr der CDU an. Zur letzten Gemeindevertretersitzung nahm er bereits hinter den Reihen der FDP-Gemeindevertreter Platz.

Damit stehen die örtlichen Christdemokraten vor einer desolaten Situation. Die Fraktion, selbst in zwei Teile gespalten, verliert mit Wegstein ihren strategischen Kopf. Ortsverbandsvorsitzender Dieter Stegmann erscheint kaum noch handlungsfähig. Die tatsächliche Opposition in der Gemeinde gegenüber einer absoluten Mehrheit der SPD und Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD) bildet inzwischen bestenfalls noch die UWG Mainhausen um Gerald Wissler. Die UWG steht aber im Wählerspektrum von Mainhausen gefühlt so weit rechts, dass die SPD diese nicht fürchten muss. Anders ergeht‘s hier der CDU.

Umsichtig haben die Sozialdemokraten um Kai Gerfelder und Ruth Disser auch immer einen guten Draht zur örtlichen FDP gehalten. Die Freidemokraten stehen als Ersatzreserve und als möglicher Koalitionspartner für die SPD jederzeit zur Verfügung, so erscheint es. Ob nun Johannes Wegstein, der lange Zeit für die Deutsche Bank AG arbeitete, auch formal zu den Freidemokraten wechseln wird, war bislang noch nicht zu erfahren. Aber einiges deutet darauf hin.

Für die CDU Mainhausen brechen nun noch härtere Zeiten an.

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 Juni 2019 17:15
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