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Gemeindehaushalt 2022

Mainhausen: UWG will Bedarf für Waldkindergarten prüfen

Freitag, 29 Oktober 2021 18:13
Mainhausen: UWG will Bedarf für Waldkindergarten prüfen Quelle: Pixabay.com

Mainhausen - Aufgrund eines Antrages der UWG-Fraktion zum Haushalt 2022 hat sich der Gemeindevorstand bereit erklärt, durch eine Umfrage unter Mainhäuser Eltern zu ermitteln, ob es einen Bedarf für einen Waldkindergarten in Mainhausen gibt.

Waldkindergärten sind mittlerweile eine beliebte Alternative für viele Eltern zu den herkömmlichen Kindergärten. Laut dem Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland e.V. gibt es in Deutschland mittlerweile 2000 solcher Kindergärten.Auch im Kreis Offenbach gibt es bereits welche, die teilweise auch von Kindern aus Mainhausen besucht werden.

Falls in Mainhausen ein entsprechender Bedarf bestehe, so die jugendpolitische Sprecherin der UWG-Fraktion, Tatjana Rengeo, kann immer noch entschieden werden, ob und wie ein solcher errichtet werden kann.

In einem weiteren Haushaltsantrag forderte die UWG-Fraktion, 10.000 € bereitzustellen für „Juristische und wirtschaftliche Beratung“ zur Untersuchung möglicher neuer Organisationsformen der Kindergärten in Mainhausen. Hintergrund des Antrages ist die derzeitige Trennung der Kindergärten in Mainhausen in diegemeindeeigenen Kindergärten, die beiden kirchlichen Kindergärten sowie einen privaten Kindergarten. Dabei sind die Räumlichkeiten der Villa Kunterbunt und des Katholischen Kindergartens Zellhausen sowieso schon im Eigentum der Gemeinde.

In unserem Nachbarort Babenhausen wird derzeit die Übernahme der bisher vom freien Träger ASB betriebenen Kindergärten in die Trägerschaft der Stadt diskutiert. Auch innerhalb der Kirche bzw. des Bistums werden derzeit Alternativen zum bisherigen Engagement der Kirche bei der Kinderbetreuung diskutiert. Die Gemeinde sollte daher nach Meinung der UWG nicht  auf Entscheidungen anderswo warten, sondern proaktiv alle Möglichkeiten prüfen.

Da freie Träger durch das Land zusätzlich gefördert werden, im Gegensatz zu direkt von der Gemeinde betriebenen Kindergärten, könnte eine gemeinnützige GmbH als freier Träger, ggf. zusammen mit der Kirche und dem Verein, eine Möglichkeit für eine zukünftige Organisation der Kindergärten in Mainhausen sein.

Mögliche Vorteile wären ein gemeinsamer Personalpool, weniger Abstimmungsbedarf bei der Vergabe von Plätzen sowie Einsparmöglichkeiten bei Verwaltung und Anschaffungen.

Die Argumente der UWG-Fraktion fielen im zuständigen Parlamentsausschuss auf fruchtbaren Boden, der Antrag wurde einstimmig zur Annahme empfohlen.

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