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Gefahr aus dem Bebauungsplan

Mainhausen: UWG verhindert Gefahrenstoffe

Montag, 27 Juli 2020 16:21

Mainhausen - Nachdem bisher alle Beschlüsse, die es ermöglichen, auf dem Gärtnereigelände an der Mainflinger Straße in Mainhausen ein Sondergebiet für ein Logistikunternehmen auszuweisen, einstimmig von allen Fraktionen beschlossen wurde, gab es auf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erstmals Meinungsunterschiede.

Grund dafür war ein Abschnitt im Text des Bebauungsplans, in dem es hieß: „Ziel ist es, die planungsrechtlichen Grundlagen für die Errichtung von Lagerhallen für Gefahrenstoffe und einem Bürogebäude sowie benötigter Nebenanlage zu schaffen“.

Die UWG Mainhausen störte sich an dem Begriff „Gefahrenstoffe“ und stellte durch ihren Fraktionsvorsitzenden Gerald Wißler den Antrag, diesen Begriff ersatzlos zu streichen und ansonsten den Bebauungsplan zu beschließen. Der Antrag wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

In der Sitzung der Gemeindevertretung in er folgenden Woche appellierte nochmals an die Vertreter von SPD, CDU und FDP und wies auf die Gefahren hin, die sich aus einer pauschalen Erlaubnis im Bebauungsplan zur Lagerung von Gefahrstoffen ergeben könnte.

Nach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung zur Beratung zeigte sich, daß die Argumente des UWG-Fraktionsvorsitzenden doch überzeugend waren: Der Änderungsantrag der UWG wurde fast einstimmig angenommen. Gerald Wißler zeigte sich darüber sehr erfreut und gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß auch in Zukunft häufiger aufgrund von Argumenten und nicht aufgrund von Parteigrenzen abgestimmt wird.

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