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Forderung nach Autobahnanschluß

Mainhausen: UWG sieht sich beim Recyclingzentrum Höfling konsequent

Dienstag, 03 August 2021 01:33

Mainhausen - Schon vor einiger Zeit hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Mainhausen den Grundsatzbeschluß gefaßt, der Firma Höfling zu erlauben, das Recyclingzentrum vom derzeitigen Standort am Ostring im Industriegebiet in die ehemalige Sandgrube an der L3065 Richtung Babenhausen zu verlegen. Als einzige Fraktion in der Gemeindevertretung hatte seinerzeit die UWG Mainhausen gegen diese Pläne gestimmt, weil sie eine deutliche Zunahme der Verkehrsbelastung an der Babenhäuser Straße befürchtete.

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am 06. Juli 2021stand das Thema wieder auf der Tagesordnung. Während der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes wurden von den sogenannten Trägern öffentlicher Belange einige Änderungswünsche vorgetragen, die eine Änderung des ursprünglichen Bebauungsplans zur Folge hatten. Deshalb muß der Bebauungsplan erneut öffentlich ausgelegt werden.

UWG-Fraktionschef Gerald Wißler wies in seinem Redebeitrag darauf hin, daß die geringen Änderungen – statt 10.000m2werden nur noch 9.000m2 versiegelt – nicht viel am Umfang des Recyclingzentrums ändert. Am neu geplanten Standort sind weitaus höhere Kapazitäten möglich als bisher. Derzeit setzen beide Standorte zusammen 70.000 Tonnen der verschiedensten Materialien im Jahr um. Wenn die beiden Standorte an der Sandgrube zusammengefaßt werden, ist eine Menge von 305.000 Tonnen im Jahr schon genehmigt.

An einer deutlichen Zunahme des Verkehrs werde sich daher nichts ändern,

Für die UWG sei das, so Wißler, unzumutbar. Dabei sei in der ganzen Verkehrsuntersuchung noch nicht einmal berücksichtigt, wie stark der Verkehr zunehme durch das geplante Neubaugebiet in Zellhausen.

Daher bekräftigte Wißler noch einmal die Forderung der UWG nach einem Autobahnanschluß an die L3065 verbunden mit einem Durchfahrverbot für LKW durch Zellhausen.

Erstaunlicherweise blieb die UWG mit ihrem Nein allein, auch die neu in die Gemeindevertretung gewählten Grünen haben mit dem zusätzlichen Verkehr kein Problem und stimmten mit Ja.

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