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Sperrung der K185

Mainhausen: UWG ist gespannt, wie Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD) dicht machen will

Donnerstag, 28 Februar 2019 01:15
Mainhausen: UWG ist gespannt, wie Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD) dicht machen will Quelle: UWG Mainhausen

Mainhausen - Schon am ersten Tag der Sperrung der K185 zwischen Seligenstadt und Klein-Welzheim wurden die schlimmsten Befürchtungen der UWG noch übertroffen. Vom Ortseingang aus Richtung Klein-Welzheim bis zur Hillerkreuzung staute sich der Verkehr, in Mainflingen lief nichts mehr.

Verwundert reagierte die UWG Mainhausen auf die Aussage von Mainhausens Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD), die in der OFFENBACH POST vom 20. Februar 2019 Forderungen zur Entlastung Mainflingens an den Verkehrslastträger Hessen Mobil stellte und drohte „Sonst mache ich Mainhausen zu“.

Die UWG würde laut Fraktionschef Gerald Wissler eine solche Maßnahme zur Entlastung der Mainflinger Bürger vor Abgasen und Lärm zwar begrüßen, man frage sich jedoch, woher der schnelle Sinneswandel der Bürgermeisterin komme.

In der OFFENBACH POST vom 14. Februar 2019 wurde sie nämlich mit einer komplett entgegengesetzt lautenden Aussage zitiert: „Wir können als Gemeinde nicht viel tun, der Verkehr muss abfließen“, auch heißt es dort von der Rathauschefin, „die Möglichkeit eines Vetos sei ihr neu“.

Der UWG-Vorsitzende Wolfgang Fritsch warf DisserPopulismus vor, schließlich könne sich die Rechtslage nicht innerhalb einer Woche geändert haben. Fritsch kritisierte auch die Öffentlichkeitsarbeit des Mainhäuser Gemeindevorstandes, während es in Klein-Welzheim sogar eine Bürgerversammlung gegeben habe, war die Information für Mainhäuser Bürger durch die eigene Verwaltung gleich Null. Stattdessen wurde die UWG von der Bürgermeisterin dafür kritisiert, dass sie erst Anfang Februar eine Anfrage zu diesem Thema gestellt habe.

„Nicht wir müssen fragen, ob es vielleicht was neues gebe, die Verwaltung hat gefälligst die Bürger zu informieren über wichtige Dinge, zur Not auch durch eine Bürgerversammlung“, so Fraktionschef Wissler zu diesem Thema.

Überhaupt mache es sich die Bürgermeisterin zu einfach, schließlich gebe es auch hausgemachte Probleme, die die Verkehrssituation verschärft haben. Wissler verweist in diesem Zusammenhang auf die Bauarbeiten der Deutschen Glasfaser. So wurde beobachtet, daß die Bauarbeiter den Verkehr aus Klein-Welzheim einfach mal in die Seligenstädter Straße umgeleitet haben, ohne dass jemand vom Ordnungsamt zu sehen gewesen wäre.

Auf Unverständnis stieß bei der UWG auch die beidseitige Sperrung der Bürgersteige in verschiedenen Straßen. In der Hauptstraße sei so etwas schon ärgerlich, so Wissler, an der Brüder-Grimm-Straße sei dies gerade angesichts des gewachsenen Verkehrsaufkommens für die Fußgänger gefährlich.

Gerald Wissler fordert zum Abschluß, daß die Verwaltung in Zukunft dafür sorge, daß die Verkehrsführung die Bürgerinnen und Bürger von Mainflingen nicht gefährde.

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