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CDU zerlegt sich, UWG überlegt

Mainhausen: Frank Simon (SPD) bewirbt sich um Bürgermeisterkandidatur

Donnerstag, 30 Juli 2020 21:09
Der sympathische Frank Simon (SPD) bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters von Mainhausen Der sympathische Frank Simon (SPD) bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters von Mainhausen Quelle: SPD Mainhausen

Mainhausen - In der Frage um eine mögliche Nachfolge von Ruth Disser (SPD) als Mainhäuser Bürgermeister/in zeichnen sich erste Personalentwicklungen ab. Wie SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gisela Schobbe mitteilt, hat sich Frank Simon für eine Kandidatur entschieden. „Der Vorstand wird diese Kandidatur unterstützen und den 35jährigen Projektadministrator in der für 30. Juli terminierten Mitgliederversammlung einstimmig als Kandidaten vorschlagen.“ Zuvor hatte Frank Simon auch in den Reihen der SPD-Fraktion - als deren Vorsitzender er seit mehr als einem Jahr fungiert - für seine Kandidatur geworben und dort ebenfalls einstimmigen Rückhalt erfahren.

„Selbstverständlich liegt das letzte Wort in der Kandidatenfindung bei der Mitgliedschaft des SPD-Ortsvereins. Es können bis zur Mitgliederversammlung auch immer noch weitere Kandidaturen erfolgen“, so Gisela Schobbe. „Wir haben als Vorstand die Aufgabe einen Vorschlag zu unterbreiten und präsentieren mit Frank Simon einen hervorragend geeigneten Anwärter auf das Amt an der Spitze des Mainhäuser Rathauses. Frank Simon bietet beruflich eine einwandfreie Vita mit internationaler Erfahrung im Projektmanagement und verfügt gleichzeitig über fast zehn Jahre politische Erfahrung in der Gemeindevertretung. Zudem hat er sich durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten an hervorgehobener Stelle in der Freiwilligen Feuerwehr und der Katholischen Jugend einen Namen gemacht.“

„Frank Simon hat in den vergangenen Jahren engagierte und fundierte Arbeit für die Fraktion geleistet. Als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses hat er stets integrierend gewirkt und gezeigt das er auch mit der politischen Konkurrenz hervorragend zusammenarbeiten kann. Der Mann ist ein Bürgermeister für alle. Die Fraktion ist froh einen solch politisch versierten Kandidaten ins Rennen zu schicken“, begründet Fraktionsgeschäftsführer Amir Shaikh deren Unterstützung.

Während die SPD recht zügig die Initiative übernimmt, zerlegt sich die CDU offenbar vollends. Die Gemeindevertreter Annemarie Stuckert und Alexander Schloss suchen das Weite. Von einer umsichtigen Nominierung eines CDU-Kandidaten kann bislang nicht gesprochen werden.

Erstaunt zeigt sich die UWG Mainhausen nach Angaben ihres Vorsitzenden Wolfgang Fritsch über das Verhalten der SPD. Gerade einen Tag nach der Festlegung des Wahltermines für die Bürgermeisterwahl auf den 1. November verkünde die SPD schon ihren Kandidaten. „Scheinbar kam die Entwicklung mit der krankheitsbedingten Pensionierung von Bürgermeisterin Ruth Disser für die SPD nicht ganz so überraschend wie für andere“, so der UWG-Vorsitzende in seiner Erklärung.

Damit sei natürlich die Chance, einen gemeinschaftlichen Kandidaten aller politischen Kräfte in Mainhausen zu nominieren vertan, so Fritsch weiter. So hätte sich die UWG durchaus die Unterstützung einer Kandidatur des Ersten Beigeordneten Torsten Reuter vorstellen können.

Die stellvertretende UWG-Fraktionsvorsitzende Tatjana Rengeo ergänzt, man werde spätestens auf der Jahreshauptversammlung am 24. August eine Entscheidung treffen.

Die Versammlung sei schon länger geplant gewesen, da sie im Frühjahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden konnte.

Bis dahin werde die UWG, die durch die Veränderungen in der CDU-Fraktion mittlerweile die größte Oppositionsfraktion in der Gemeindevertretung stellt, auch das Gespräch mit der CDU und der FDP suchen.

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