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Lethaler Aufbruch

Mainhausen: Alles beim Alten bei der örtlichen CDU

Dienstag, 27 November 2018 00:22

Mainhausen - Bei der Jahreshauptversammlung der CDU Mainhausen im letzten Jahr ließ sich der alte Vorstand durch die Kraft der zwei Herzen wiederwählen und düpierte, nach der katastrophalen Wahl 2016, erneut und zum wiederholten Male jüngere CDU'ler. Viele der so enttäuschten verließen daraufhin den Ortsverband und übrig blieb eher eine Senioren-Union als eine aufstrebende Partei.

Selbst die massive Kritik der Alteingesessenen, die bei der letzten Versammlung schon die Untätigkeit des Vorstands bemängelten, verpuffte in der Altersschwerhörigkeit. So war es nicht verwunderlich, dass sich auch 2018 rein gar nichts bewegte, außer dem biologischen Verfall des Ortsverbandes.

Aus genau diesem Grunde hatte der Vorsitzende Dieter Stegmann zur Generalversammlung 2018 am vergangenen Freitag absolut nichts zu berichten. Anscheinend gab es einzig und allein bei den Vorstandssitzungen das ganze Jahr über nur ein wirkliches Thema, Mitgliedergewinnung!

Doch zum Entsetzen der spärlichen zehn Mitglieder, die an diesem Abend der Einladung zum Trauerspiel folgten, gab der Vorstand zu, dass er keinerlei Ideen vorbringen kann. Das erscheint als logische Konsequenz einer zweijährigen, beratungsresistenten Verweigerungshaltung gegenüber allen Vorschlägen und Erneuerungsversuchen.

Alexander Schloss, CDU Fraktionsmitglied in der Gemeindevertreterversammlung, brachte es dann in der beschaulichen Runde auf den Punkt: "Die Verantwortung für den schlechten Zustand trägt einzig und allein der Vorstand. Aus Angst Macht zu verlieren und aus Angst, dass es Jüngere besser hinbekommen, hält dieser krampfhaft an seinen Ämtern fest", erklärte Schloss.

Pascal Wunderlich sitzt für die CDU im Gemeindeparlament von Mainhausen, aber Vorstandsarbeit leistet er bei den Kollegen in Seligenstadt.

Dieter Stegmann monierte ebenso die mangelnde Unterstützung des Kreisverbandes, doch Unterstützung wofür? Der Vorstand der Mainhäuser CDU hat offenbar weder Ideen noch Konzepte, die unterstützt werden könnten.

Das Wortgefecht endete mit der Resignation der Fraktionskollegen Annemarie Stuckert und Alexander Schloss, die daraufhin die Versammlung verliessen.

Die nächste Wahl zum Gemeindeparlament droht der örtlichen CDU bereits im Frühjahr 2021. Sollte der Vorstand wirklich bis zum Ende seiner Amtszeit 2019 an den Ämtern und Personen festhalten, wird sich das Wahlergebnis 2021 womöglich im einstelligen Prozentbereich bewegen, zumal auch Grüne und AfD, die bei der letzten Kommunalwahl in Mainhausen noch nicht antraten, Stimmen aufsaugen könnten.

Die örtlich starke SPD könnte bei dieser senilen CDU vermutlich für weitere 5 Jahre mit der absoluten Mehrheit oder mit der FDP in Mainhausen regieren.

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