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Nach Ausgrenzung der JA beim Ring politischer Jungen

Kreis Offenbach: Jochen Roos sieht weitere Ausgrenzung der AfD durch irres Linkskartell

Freitag, 27 Juli 2018 03:59
Jochen Roos, Vorsitzender JA Offenbach-Land und stellv. Fraktionsvorsitzender der AfD im Kreistag Jochen Roos, Vorsitzender JA Offenbach-Land und stellv. Fraktionsvorsitzender der AfD im Kreistag Quelle: Junge Alternative Offenbach-Land

Dietzenbach - Auch im Kreis Offenbach strampeln sich die Parteien im eher linken Politikspektrum an einer Ausgrenzung der AfD ab. Aufhänger zuletzt war nun (HESSEN DEPESCHE berichtete) eine Dachorganisation aller Jugendverbände der im Kreistag vertretenen Parteien als Ring politischer Jungen (RPJ). Grüne, Linke und SPD wollten sowas unbedingt, aber nur OHNE die im Kreistag stark vertretene AfD.

Nach monatelangen Verhandlungen fanden die Gespräche um die Gründung eines Rings politischer Jungen (RPJ) im Landkreis Offenbach in dieser Woche ein abruptes Ende.

Ein RPJ ist ein Zusammenschluss von Jugendorganisationen demokratisch gewählter Parteien. Die Hauptaufgabe liegt darin, jungen Menschen staatspolitisch zu interessieren, politisch zu bilden und auf die mitbürgerliche Verantwortung hinzuweisen, sowie die Förderung demokratischer Jugendstrukturen. Soweit logisch!

In der Regel bildet sich der RPJ aus Jugendvereinigungen, deren Mutterparteien auch im Kreistag vertreten sind. Aber nur Vertreter der Jungendvereinigungen von SPD, Bündnis 90 die Grünen und die LINKE trafen sich dieser Tage im Kreishaus in Dietzenbach um vollendete Tatsachen zu schaffen. Nicht nur die AfD-Jugendorganisation JA (Junge Alternative) blieb außen vor, auch Freie Wähler, Junge Union oder Junge Liberale wurden ausgegrenzt, da die bürgerlichen Parteien das gesamte politische Spektrum in diesem RPJ vertreten sehen wollen. Die bürgerlichen Parteien befürchten, dass ein offensichtliches Ausgrenzen einer demokratisch gewählten Partei diese nur aufbauen dürfte. Man müsse den Gegner AfD politisch stellen und nicht einfach ausgrenzen, glaubt man beispielsweise bei der JU im Kreis Offenbach um Sabrina Grab und Thomas FJ Lortz. Auch Laura Schulz (Junge Freie Wähler) und Luka Sinderwald (JuLis) denken ähnlich.

Die JA, Jugendorganisation der AfD, wird in Offenbach-Land durch Jochen Roos (Rödermark) geführt. HESSEN DEPESCHE fragte bei Roos nach, wie er das Verhalten der linken Jugendorganisationen einschätze. Dazu sagt Jochen Roos: "Das Verhalten der Linksparteien im Kreis Offenbach zeigt erneut, wie undemokratisch bereits deren Jugendorganisationen agieren. Es wurde von Anfang an versucht alle Parteien in die RPJ-Gründung im Kreis Offenbach mit einzubinden. Wer versucht, die Jugendorgansation der drittstärksten Partei im Kreistag auszugrenzen, wird wie in der Vergangenheit so oft, am Ende die Quittung vom Wähler bekommen."

Freie Wähler, CDU und FDP hätten gerne auf diesen unnötigen Elfmeter für die AfD im Kreistag verzichtet.

Letzte Änderung am Freitag, 27 Juli 2018 12:53
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