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JU Offenbach-Land sucht Schulterschluss

Rodgauer Max Breitenbach (CDU) initiiert Antrag gegen Moscheeverband DITIB

Montag, 24 April 2017 06:27
Für Max Breitenbach ist der Moscheeverband DITIB eine Art Fünfte Kolonne des türkischen Staatspräsidenten Erdogan in Deutschland Für Max Breitenbach ist der Moscheeverband DITIB eine Art Fünfte Kolonne des türkischen Staatspräsidenten Erdogan in Deutschland Quelle: Max Breitenbach

Rodgau - Die Junge Union im Kreis Offenbach bereitet sich zurzeit intensiv auf die Jahrestagung der hessischen CDU-Nachwuchsorganisation an Pfingsten in Bad Homburg vor. Aus dem ganzen Bundesland sind 250 Delegierte aufgerufen die politische Ausrichtung für den Bundestagswahlkampf zu bestimmen.

Die Junge Union im Kreis Offenbach hat hierzu, unter der Leitung vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Max Breitenbach, mehrere inhaltliche Anträge ausgearbeitet. Ein zentrales Anliegen der JU Offenbach-Land ist die unverzügliche Beendigung der Zusammenarbeit mit DITIB auf Bundes- und Landesebene. Die Bundesregierung und die hessische Landesregierung sollen hierzu aufgefordert werden. „Der Moscheeverband kann nicht Partner der Bundesregierung im Rahmen der Islamkonferenz oder anderer Projekte sein. Der verlängerte Arm eines ausländischen, autokratisch regierten Staates, ist kein geeigneter Partner für Integrationsprojekte, sondern ein Fall für den Verfassungsschutz. In Hessen muss die hessische Landesregierung insbesondere die mit DITIB seit 2013 bestehende Kooperation im Zusammenhang mit dem Islamunterricht zum neuen Schuljahr beenden“, so die Junge Union in ihrem Antrag.

DITIB, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, ist ein bundesweiter Dachverband von rund 900 Moscheevereinen in Deutschland, dessen Imame in der Türkei ausgebildet und vom türkischen Religionsministerium Diyanet bezahlt werden. DITIB untersteht dem türkischen Religionsministerium, ist weisungsgebunden und damit, nach Ansicht der JU Offenbach-Land, der verlängerte Arm des Autokraten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland. DITIB vereitelt bewusst die Integration türkischstämmiger Migranten in Deutschland, bespitzelt Andersdenkende und hetzt gegen diese und verbreitet türkisch-nationalistische Positionen der türkischen Regierungspartei AKP in deutschen Moscheen.

„Klare Positionen sind kein Indikator für Populismus, sondern zeugen vielmehr von einer Haltung, die wir offen und ehrlich kommunizieren. Das erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht von den politisch Aktiven in unserem Land“, erläutert der Kreisvorsitzende der JU Offenbach-Land, Thomas FJ Lortz und kündigt weitere inhaltliche Initiativen an.

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