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Publiziert in Rheingau und Wiesbaden

„Wiesbaden Biennale“

Wiesbaden: Junge Union kritisiert Aufstellen einer Erdogan-Statue

Dienstag, 28 August 2018 17:22

Wiesbaden - Am Abend des 27.08.2018 wurde eine überlebensgroße Erdogan-Statue am Platz der deutschen Einheit enthüllt. Die Junge Union (JU) Wiesbaden kritisiert die Aktion im Rahmen der „Wiesbaden Biennale“.

Ein Kommentar des Vorsitzenden der JU Wiesbaden, Dennis Friedrich:

Schnell hat es die Runde gemacht und sorgte für große Verwunderung. Schnell war die Stimmung angespannt und einige Gemüter erhitzt. Genau dies ist das Ziel der noch bis zum 02.09. stattfindenden „Wiesbaden Biennale“, welche in diesem Jahr das Motto „Bad News“ trägt und unter anderem das Foyer des Staatstheaters in einen Rewe hat werden lassen. Nicht wenige fragen sich aber in Bezug auf die Erdogan-Statue: Zu welchem Preis?

Die Stimmung zwischen Deutschland und der Türkei ist seit Jahren angespannt. Provokationen von Seiten Erdogans ist man bereits gewohnt. Doch die Probleme sind nicht nur außenpolitisch geprägt. Gerade innenpolitisch ist die Thematik gesellschaftsspaltend. Man spricht von sich bildenden Parallelgesellschaften, hat Angst, dass eine Erdogan-Statue zur Pilgerstätte werden könnte. Wohlgemerkt die Statue eines Despoten, welcher die Demokratie und Freiheiten der türkischen Bürger mit Füßen tritt.

Natürlich ist es einfach als türkisch-stämmiger Deutscher oder gar türkische Staatsbürger in Deutschland für Erdogan zu stimmen, während man in Deutschland die Grundrechte und Freiheiten genießen kann, welche dort abgeschafft werden. Sehen konnte man dies an den Wahlergebnissen aus Deutschland. Wächst den Menschen die Freiheit über den Kopf?

Es war ein Fehler der Politik – keine Frage. Man dachte bis in die 90er Jahre hinein, dass die nach Deutschland gekommenen Gastarbeiter, welche beim Wiederaufbau unseres Landes halfen, wieder zurückkehren würden. Die Folge war, dass man sich nicht bemühte eine Integration stattfinden zu lassen. Nun haben wir Orte in Städten, in denen die deutsche Sprache bei Weitem nicht die am meisten gesprochene Sprache ist. Einigen der dort lebenden Personen fehlt es an Integration, Emanzipation ist ein Fremdwort, Erdogan ein Held mit dessen Statue man freudig Selfies schießt und nicht zu vergessen sind die Restaurantbesitzer, die, auf Grund ihrer Tätigkeit in islamistischen Organisationen, vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Schluss damit!

Es gilt jetzt die rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen um Bürger nachträglich zu Integrations- und Deutschkursen zu verpflichten, der Doppelpass gehört endlich abgeschafft und der Bildung von Parallelgesellschaften und ausländischen Vierteln muss stärker entgegengewirkt werden. Wir leben in einem freien Land und jeder hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber wenn ein nicht unwesentlicher Teil der hierlebenden Türken diese Freiheit ausnutzt um die Abschaffung einer Demokratie zu unterstützen – muss man neu ansetzen und härter durchgreifen.

Danke Biennale – Ziel erreicht.

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