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SPD-Baupolitikerin empfiehlt Orientierung an ABG Frankfurt Holding

Offenbacher SPD-Stadtverordnete Ulla Peppler fordert GBO-Konzept zur Baukostensenkung

Dienstag, 28 Februar 2017 20:32
Ulla Peppler (SPD) Ulla Peppler (SPD) Quelle: SPD Fraktion Offenbach am Main

Offenbach am Main - Laut dem Wohnraumförderbericht 2016 des Landes Hessen sind die Angebotsmieten in Offenbach zwischen 2013 und 2015 im Durchschnitt um 5,2 Prozent gestiegen. In den letzten Jahren ist dem Bericht zufolge auch nur Frankfurt am Main noch stärker als Offenbach gewachsen. Für Durchschnitts- und erst recht Geringverdiener ist es deshalb kaum noch möglich, in Offenbach eine angemessene Wohnung zu bezahlbaren Mieten zu finden.

„Bei ohnehin steigenden Mieten in Offenbach aufgrund des Bevölkerungswachstums im Rhein-Main-Gebiet ist es höchste Zeit, neue Wege zu gehen, um diese Entwicklung abzubremsen“, erklärte jetzt die SPD-Stadtverordnete Ulla Peppler. Die Kosten bei Neubauten stiegen und stiegen, auch weil Kosten durch Energieeffizienz-Vorschriften auf die Miete umgelegt würden. 

Peppler richtet bei der Suche nach Alternativen den Blick auf die Nachbarstadt Frankfurt. Die stadteigene ABG Frankfurt Holding als größte Wohnungsbaugesellschaft der Main-Metropole könne als Vorbild dienen, weil sie in Oberrad gerade 46 Wohnungen nach einem kostensenkenden Modell baue. Der Sozialdemokratin zufolge haben die in Oberrad entstehenden Wohnungen einfache Konstruktionsprinzipien und außenliegende Treppenhäuser ohne Aufzüge. „Nach Angaben der ABG führen diese Maßnahmen zu einer Nettokaltmiete von etwa 10 Euro“, erklärte die Baupolitikerin. Momentan würden ABG-Wohnungen auf dem freien Markt ungefähr 12,50 Euro pro Quadratmeter kosten. 

Die Offenbacher SPD-Fraktion hat deshalb für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 2. März einen Antrag eingebracht, in dem die Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach (GBO) aufgefordert wird, ein Wohnungsbaukonzept nach dem ABG-Modell zu erarbeiten. 

Ein GBO-Konzept zur Senkung von Baukosten ist für Peppler ein erster Schritt für mehr bezahlbaren Wohnraum in Offenbach. Ohne Gegenmaßnahmen befürchtet sie eine „Stadt, in der sich Milieus nicht mehr vermischen, sondern sich nur noch Wohlhabende innerstädtisches Leben leisten können“.

Letzte Änderung am Dienstag, 28 Februar 2017 20:37
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