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"Bei Steuergeldern Probleme mit dem Rechnen"

Mainhausen: UWG kritisiert Zahlenschwäche bei Katja Jochum (SPD) zum Thema Energiemanager

Donnerstag, 05 Januar 2017 18:27
Katja Jochum gilt als rechte Hand von Bürgermeisterin Ruth Disser Katja Jochum gilt als rechte Hand von Bürgermeisterin Ruth Disser Quelle: SPD Mainhausen

Mainhausen - "Bis auf die Knochen blamiert" sieht die UWG Mainhausen die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Katja Jochum. Nachdem die UWG in einer Pressemitteilung die Kosten von mehr als 40.000 Euro für das integrierte Klimaschutzkonzept ebenso wie die vorgeschlagene Stelle für eine Art „Energieberater“ mit jährlichen Kosten von ca. 69.000 Euro kritisiert hatte, HESSEN DEPESCHE berichtete, warf die SPD der UWG die "Verbreitung von Unwahrheiten" vor.

Während die UWG von Kosten von über 40.000 Euro ausging, stellte die SPD klar, daß die Kosten 9.285,76 Euro Gemeindeanteil und 31.000 Euro Bundesförderung betrugen. 
Dazu die UWG-Gemeindevertreterin Tatjana Rengeo mit einem Schmunzeln: „Auch wenn Sozialdemokraten bekanntermaßen bei Steuergeldern Probleme mit dem Rechnen haben, Frau Jochum hätte nur ihre eigenen Zahlen addieren müssen und wäre ebenso wie die UWG auf Kosten von über 40.000 Euro für das integrierte Klimaschutzkonzept gekommen. Damit hat die SPD bewiesen, dass die Zahlen der UWG stimmen.“

UWG-Fraktionschef Gerald Wissler wies nochmals auf die vorgeschlagene Stelle für eine Art „Energieberater“ hin, von der, so Wissler, "Frau Jochum" noch nie etwas gehört habe: „Es ist schön, dass die SPD in ihrer Pressemitteilung einen Link zum Klimaschutzkonzept auf der Homepage der Gemeinde gesetzt hat. Hätte Frau Jochum dort selbst mal nachgelesen, hätte sie vielleicht auch die „Präsentationsfolien zur Projektvorstellung“ gefunden. Dort hat der von der SPD beauftragte Gutachter auf Seite 33 detailliert aufgeführt, dass für einen sogenannten Klimaschutz- und Energiemanager innerhalb der ersten drei Jahre ein Aufwand in Höhe von 206.000 Euro anfallen wird.“

Wenn die SPD diesen Posten nicht besetzen will, so argumentiert Wissler weiter, könne sie sich bei den Beratungen zum integrierten Klimaschutzkonzept ja der UWG anschließen.

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