hessen-depesche.de

Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

Einladung durch Gelnhäuser Stadtrat Eugen Glöckner

Main-Kinzig: FDP-Kreistagsfraktion besucht Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal

Donnerstag, 26 März 2020 16:23
Main-Kinzig: FDP-Kreistagsfraktion besucht Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal Quelle: FDP MKK

Gelnhausen - Seit dem Jahr 2017 existiert im ehemaligen Kreisruheheim der Kreisstadt Gelnhausen das Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal. Die FDP-Kreistagsfraktion folgte nun der Einladung des Gelnhäuser Stadtrates Eugen Glöckner, der auch stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises ist.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Rolf Heggen und dem Leiter des Hospiz, Frank Hieret, wurde die FDP-Fraktion ausführlich aus erster Hand über die Abläufe und die Organisation des Hospiz und des Förderkreises informiert und durfte sich bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten komplett kernsanierten ehemaligen Kreisruheheim von der sehr offen und freundlichen Atmosphäre überzeugen.

Frank Hieret, der das Haus bereits seit seiner Eröffnung leitet und von Eugen Glöckner als großer Glücksgriff bezeichnet wird, berichtet ausführlich, dass das Hospiz von der Caritas geführt wird, die durch den Förderverein eingeworbenen Zimmerpatenschaften jedoch ebenfalls einen deutlichen Anteil der anfallenden Kosten stützen: „Ohne diese zusätzliche finanzielle Unterstützung wäre der Betrieb nicht möglich“.

„Inzwischen unterstützen nahezu alle Kommunen des Main-Kinzig-Kreises mit entsprechenden Patenschaften das Hospiz“, stellt Eugen Glöckner positiv heraus.

„Die Tagessätze der Pflegekassen reichen allein einfach nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf des Hospizes zu decken. Die Philosophie, die Herr Hieret und sein Team hier umsetzen und das Engagement, das sie an den Tag legen, um den Gästen ein würdevolles Gehen zu ermöglichen sind wirklich sehr wertvoll für die Menschen. Daher ist es zu ändern, dass sich die Betreiber eines Hospizes in Deutschland neben dem intensiv emotionalen Alltag auch noch mit einem knausrigen System herumschlagen müssen. An dieser Stelle ist Sparsamkeit einfach unangebracht. Hier muss die Bundespolitik dringend reagieren. Daher haben wir hier direkt den Kontakt mit unserem regionalen Bundestagsabgeordneten aufgenommen“, macht Kolja Saß, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, deutlich.

„Wir haben die wichtigen Forderungen an die Bundespolitik aufgenommen und nach Berlin weitergegeben. Hierzu gehören beispielsweise die 32-Stundenwoche in der Pflege, die in den skandinavischen Ländern bereits gut funktioniert. Für die Pflege wird auch jetzt schon dringend qualifiziertes Personal gesucht. Die Bundespolitik muss daher zeitnah weitere Anreize setzen, um die Berufe in der Pflege für die Menschen attraktiver zu machen“, zeigt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Behrad Farhan, auf und ergänzt abschließend: „Insgesamt dürfen die Kranken- und Sozialkassen nicht zu viele Befugnisse haben, in so wichtigen Felder darf die Politik die Zügel nicht aus der Hand lassen.

Artikel bewerten
(5 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten