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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

Digitalpakt zügig umsetzen

Main-Kinzig: FDP-Fraktion tauscht sich mit Staatlichem Schulamt aus

Montag, 23 September 2019 23:36
Main-Kinzig: FDP-Fraktion tauscht sich mit Staatlichem Schulamt aus Quelle: FDP MKK

Hanau - „Die weltbeste Bildung, die wir anstreben müssen, setzt die Digitalisierung der Schulen voraus“, erläutert der Vizepräsident des Hessischen Landtages und ehemaligen Staatsminister, Dr. Jörg-Uwe Hahn (FDP).

Die FDP-Kreistagsfraktion hatte gemeinsam mit Hahn und dem Vorsitzenden der FDP Hanau, Henrik Statz, das staatliche Schulamt des Main-Kinzig-Kreises in Hanau besucht, um sich über den Stand der Umsetzung des Digitalpaktes zu informieren.

Für den ehemaligen Schuldezernenten der Stadt Hanau und jetzigen ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten, Dr. Ralf-Rainer Piesold, ist die Digitalisierung eine Grundvoraussetzung für ein Schulsystem des 21. Jahrhunderts.

„Der Digitalpakt ist heute eine riesige Chance für unsere Schulen vor Ort“, weiß Dr. Piesold und unterstreicht nochmals die Notwendigkeit in diesen Bereich zu investieren.

Der Vertreter der Schulfachlichen Aufsicht Günter Rau teilte mit, dass der Digitalpakt der Bundesregierung 17 Mio. € für die Schulen im Main-Kinzig-Kreis und 9 Mio. € für die Hanauer Schulen bereitstellen würde. Mit dieser Investitionssumme solle die IT-Ausstattung für die Schulen verbessert werden. Vorher müsse aber ein pädagogisches Konzept für die jeweilige Schule entwickelt werden. Eine weitere Voraussetzung sei, dass die Schulen an das Breitbandnetz angeschlossen werden.

„An den Schulen des Main-Kinzig-Kreises ist eine optimale Anbindung an das Breitbandnetz inzwischen vorhanden. Dieser Ausbau wurde durch den ehemaligen Landrat Pipa angestoßen und ist in den letzten Jahren verstärkt an den Schulen vollzogen worden“, zeigt sich der FDP- Fraktionsvorsitzende im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises, Kolja Saß, erfreut.

„Für einen modernen digitalisierten Schulunterricht muss nun die Schulinfrastruktur weiterentwickelt werden“, weiß Saß und kündigte an, dass man diesen Prozess intensiv begleiten wird: „Der Landrat darf sich hier nicht auf den Lorbeeren seines Vorgängers ausruhen“.

In Sachen Anbindung an das Breitbandnetz schneiden laut Günter Rau die Hanauer Schulen heute noch nicht so gut ab wie die Schulen im Kreis. Aber auch in der Brüder Grimm Stadt wird nun eine Schule nach der anderen an das Glasfasernetz angeschlossen.

Die Karl-Rehbein-Schule, die Brüder-Grimm-Schule und das Schulzentrum Hessen-Homburg verfügen bereits über eine Breitbandanbindung, die Ludwig-Geissler-Schule wird noch in diesem Jahr ausgestattet werden, im kommenden Jahr stehen weitere Schulen wie die Hohe Landesschule bereits auf der Planungsliste.

Der Hanauer FDP-Vorsitzende, Henrik Statz betont: „Schön, dass die Hohe Landesschule im kommenden Jahr ebenfalls eine Breitbandanbindung erhalten soll. Auch die anderen Schulen in Hanau müssen jetzt schnellstmöglich nachgerüstet werden aber neben der technischen Ausstattung müssen auch die pädagogischen Konzepte der Schulen nachziehen, damit die neue Infrastruktur auch im Sinne der Schülerinnen und Schüler genutzt werden kann.“

Der langjährige Landtagsabgeordnete Dr. Hahn lobte den Main-Kinzig-Kreis für Anbindung der Schulen an das Breitbandnetz, betonte aber, dass die FDP-Landtagsfraktion weiter darauf drängen wird, dass die Landesregierung nun endlich die Voraussetzungen schafft, dass der Digitalpakt überhaupt umgesetzt werden kann.

„Neben dem Bund, der in Sachen Datenschutz für Schüler und Lehrkräfte dringend seine Hausaufgaben machen muss, ist vor allem das Land Hessen am Zug. Wie soll der Unterricht denn nun digitalisiert werden? Welche Ziele sollen in welchem Zeitraum umgesetzt werden? Hier stochert das Land noch immer im Nebel“, stellt Saß die entscheidenden Fragen und ergänzt: „ Neben einer konkreten pädagogischen Implementierung im Lehrplan ist vor allem die Lehrerausbildung dringendst an die neuen Techniken und Maßnahmen anzupassen. Die wichtigen Investitionen in den Breitbandanschluss unserer Schulen drohen zu verpuffen, wenn diese relevanten Fragen von der Landesregierung nicht beantwortet werden.“

Letzte Änderung am Samstag, 28 September 2019 14:15
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