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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

Freidemokraten sehen alles beim Alten zum Projekt am Kaufhaus Joh

Gelnhausen: Hendrik Silken (FDP) irritiert das Zuwarten auf Landkreis und Sparkasse

Freitag, 17 April 2020 15:58
FDP Gelnhausen FDP Gelnhausen

Christian Litzinger - „In den vergangenen Tagen wurde in den lokalen Medien wieder viel über das ehemalige Kaufhaus Joh berichtet. Vermutlich liegt es an der aktuell sehr angespannten Situation, dass von vielen Seiten etwas aufgebauscht wurde, dass gar nicht existiert. Alle verantwortlichen Stellen, inklusive des angeblichen neuen Investors aus der Schweiz, haben inzwischen die Ausführungen unseres Bürgermeisters Glöckners bestätigt und damit deutlich gemacht, worum es sich bei diesen Manövern, allen voran der CDU erneut handelt: billige Polemik ohne Hand und Fuß“, macht der FDP-Fraktionsvorsitzende Hendrik Silken deutlich, dass es die Thematik eindeutig ist.

„Mit seiner letzten Pressemitteilung hat Christian Litzinger als Vorsitzender der CDU nun endgültig offengelegt, wie die CDU in Gelnhausen aktuell arbeitet und um was es ihm wirklich geht. Es geht nicht um unsere Barbarossastadt oder eine bestmögliche Zusammenarbeit zwischen den Parteien. Es geht nur noch darum Daniel Glöckner als Bürgermeister zu beschädigen. Hierfür ist scheinbar jedes Mittel recht. Gerne werden auch in Pressemitteilungen Vorwürfe gemacht, ohne auch nur einmal nachzufragen, ob an den Hintergründen irgendetwas dran ist. Schön, dass nun deutlich nachgewiesen wurde, dass diese Vorwürfe vollkommen haltlos sind“, unterstreicht Kolja Saß, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag.

„Am Sachstand zum Kaufhaus Joh hat sich nichts geändert. Der Stadtverordnetenbeschluss ist bindend. So lange, bis die Stadtverordnetenversammlung etwas Neues beschließt. Wenn sich Investoren an das Gelnhäuser Rathaus wenden ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Bürgermeister das Gespräch aufnimmt und diese Investoren mit den notwendigen Informationen versorgt. Alles andere wäre aus politischer Sicht schlicht fahrlässig“, führt Silken aus und ergänzt: „Zudem ist inzwischen auch von allen Seiten bestätigt worden, dass gar kein Treffen wegen der Corona-Krise stattgefunden“.

Nach dem ersten Termin, bei dem ein grobes Konzept zur Gestaltung des Joh-Areals vorgestellt wurde, gab es viel Feedback durch die Gelnhäuser-Fraktionsvertreter. Auf einige Hinweise ist dann beim nächsten Treffen zwischen der Kreissparkasse und der Stadt eingegangen worden Wegen der Corona-Krise liegen diese Änderungen den Stadtverordneten noch nicht vor. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ist eindeutig und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass es eine anderweitige Mehrheit der Gelnhäuser Stadtverordnetenversammlung gäbe. Im nächsten Schritt würde die Kreissparkasse am 22. April 2020 die Entwürfe in der Präsidiumssitzung präsentieren.

„Es ist eindeutig, der Ball liegt bei Sparkasse und Landkreis. In Gelnhausen warten wir alle, dass es endlich losgehen kann. Dafür müssen im Landratsamt aber endlich die Hausaufgaben gemacht werden“, macht Kolja Saß deutlich und ergänzt abschließend: „Wir alle waren und sind erfreut über die Lösung, die uns Landrat Stolz und die Kreissparkasse aufgezeigt haben. Für Gelnhausen ist dies eine große Chance, die niemand ohne Grund in Zweifel ziehen wird. Nur brauchen wir auch ein verlässliches Fundament für dieses gemeinsame Projekt. Bisher wurde die Umsetzung nur mündlich in Aussicht gestellt. Hier sind der Landrat und die Kreissparkasse inzwischen in Zeitverzug. Denn bis heute wissen wir nicht, ob die Aufsichtsgremien der Kreissparkasse erlauben, jenes Projekt überhaupt umzusetzen. Ich geh davon aus, dass wir in der Präsidiumssitzung hierüber informiert werden. Aufgrund der Corona-Pandemie macht hier sicherlich niemand einen Vorwurf. Ablenkungsmanöver in Richtung Stadt sind dabei aber auch nicht hilfreich.“

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