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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

Liberale mit Zweifel an Sommerbühne

Bewahrte Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) Gelnhausen vor einem finanziellen Loch ohne Boden?

Freitag, 06 September 2019 11:43

Gelnhausen - In einer Pressemitteilung kritisiert die CDU Gelnhausen, dass die Stadtverwaltung den Burgmannenhof nicht nutzte, um dort die geplante Sommerbühne des Kreises anzusiedeln. Diese sonderbaren Vorwürfe offenbaren, so sieht es die örtliche FDP, dass der CDU Populismus noch immer wichtiger ist als das Wohle der Stadt.

„Die von Ex-Landrat Erich Pipa geplante Sommerbühne war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das Konzept konnte nicht aufgehen, da der Nutzen in keinerlei Verhältnis zu den laufenden Kosten stand und steht. Die FDP-Fraktion im Kreistag hat von Beginn an vor der Umsetzung der Pläne Pipas gewarnt. An unserem Motto: ‚Mehr Geld für die KiTa, statt einem Denkmal für Pipa‘, hat sich seitdem nichts geändert. Der gesamte Main-Kinzig-Kreis kann froh sein, dass die Sommerbühne nicht wie geplant gebaut worden ist“, fasst der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Gelnhausen, Kolja Saß, die Planungsidee des ehemaligen Landrates zusammen.

„Bürgermeister Daniel Glöckner hat mit mehreren Interessenten Gespräche geführt und die Situation gründlich beleuchtet. Wir sind froh und stolz, dass der Bürgermeister zu dem richtigen Schluss gekommen ist: Eine Sommerbühne in einem solchen Konzept wäre für Gelnhausen eine finanzielle Katastrophe geworden“, ist der FDP-Fraktionsvorsitzende Hendrik Silken hochzufrieden mit der Entscheidung.

„Dass die Sommerbühne grundsätzlich nirgendwo im Landkreis gebaut wurde, da keine Kommune eine solche Bühne haben wollte und das gesamte Projekt schlicht ad acta gelegt wurde, zeigt deutlich auf, dass Bürgermeister Glöckner die Stadt vorrauschauend vor einem finanziellen Loch ohne Boden bewahrt hat“, erklärt Silken sein Unverständnis zur aktuellen Pressemitteilung der CDU Gelnhausen.

„Das Konzept sah nämlich vor, dass die Standortkommune sowohl für die Unterhaltungs-, als auch die Instandhaltungskosten zuständig gewesen wäre“, denkt Saß für Litzinger den Prozess bis zum Ende.

„Statistische Erhebungen und Abfragen der Bedarfe der Vereine während der späten Planungsphase haben deutlich aufgezeigt, dass selbst bei perfekter Auslastung des geplanten Konzeptes einer solchen Sommerbühne, sowohl für den Kreis als auch für die Stadt Gelnhausen enorme laufende Unterhaltungskosten von mehr als 300.000,- € bedeutet hätten. Dass die CDU nun Bürgermeister Glöckner dafür kritisiert, dass er die Gelnhäuser Steuerzahlerinnen und Steuerzahler vor diesen enormen langläufigen Kosten bewahrt hat, zeigt leider auf, dass die CDU noch immer nicht verstanden hat, wie groß die Löcher im Gelnhäuser Haushalt sind“, schließt Hendrik Silken.

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