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Publiziert in Frankfurt und Taunus

BFF-Fraktion sieht sich bestätigt

Frankfurt am Main: Sperrung des Mainkai offenbar vor dem Aus

Freitag, 10 April 2020 00:44

Frankfurt am Main - Seit August des vergangenen Jahres ist das nördliche Frankfurter Mainufer zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke für den Autoverkehr gesperrt. Auf Grund von Stickoxid-Messungen im März hätte nun entschieden werden sollen, ob die Maßnahme bestehen bleibt. Auf dieses Pilotprojekt hatten sich alle Fraktionen im Römer – FDP und AfD allerdings eingeschränkt durch Änderungsanträge – geeinigt. Nur die „Bürger für Frankfurt“ (BFF) hatten dagegen gestimmt.

Keine politische Mehrheit mehr für die Mainkai-Sperrung

Nun ist klar: Die Mainkai-Sperrung steht vor dem Aus. Grund dafür sind nicht die Messergebnisse, da diese auf Grund der Coronakrise als irregulär gewertet werden, sondern die politische Entwicklung. Mittlerweile findet sich im Römer wohl keine Mehrheit mehr für ein autofreies Mainufer. Die Proteste der Einwohner von Sachsenhausen und der Autofahrer scheinen insbesondere von den bürgerlichen Parteien wahrgenommen worden zu sein. Die Sperrung hat letztlich vor allem zu Umgehungsverkehr in Sachsenhausen geführt und damit nicht nur Gewinner, sondern auch zahlreiche Verlierer gezeitigt.

Ein Thema für den Kommunalwahlkampf

Die Vertreterin der „Bürger Für Frankfurt“ im Ortsbeirat 5, Ingrid Leng, setzte sich daher von Anfang an vehement für eine umgehende Aufhebung der Mainkai-Sperrung ein und wurde in dieser Haltung auch von der Römer-Fraktion um Matthias Mund unterstützt. Mit dem nun absehbaren Ende der Mainkai-Sperrung sehen sich die „Bürger Für Frankfurt“ in ihrer ablehnenden Haltung jedenfalls vollumfänglich bestätigt, wohingegen insbesondere Linke und SPD trotz allem an ihrer Forderung festhalten wollen. Das Thema bleibt damit erhalten – für den Kommunalwahlkampf im Frühjahr 2021.

Letzte Änderung am Samstag, 11 April 2020 08:35
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