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Gemeindevertretervorsteher Oliver Möser ehrte langjährige Mitstreiter

40 Jahre Kinderhaus Hainstadt: Feierstunde und Fachvortrag in der Villa Gutenberg

Donnerstag, 04 Mai 2017 22:48
Gemeindevertretervorsteher Oliver Möser (r.) mit den Kinderhaus-Aktiven Manfred Geis, Anneliese Milke, Sigrid Zechel-Geis, Peter Blümmel, Jutta Becker, Karin Mehrling, Wolfgang Ochmann, Thorwald Ritter und Susan Ritter (v.l.n.r.) Gemeindevertretervorsteher Oliver Möser (r.) mit den Kinderhaus-Aktiven Manfred Geis, Anneliese Milke, Sigrid Zechel-Geis, Peter Blümmel, Jutta Becker, Karin Mehrling, Wolfgang Ochmann, Thorwald Ritter und Susan Ritter (v.l.n.r.) Quelle: Verein Kinderhaus Hainstadt

Hainburg – Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens lud der Verein Kinderhaus Hainstadt am Dienstag zu einer Feierstunde in die Villa Gutenberg ein. Auf dem Programm stand zudem ein Fachvortrag des emeritierten Darmstädter Pädagogikprofessors Bernhard Mayer zum Konzept der „Bespielbaren Stadt“, das von dem Referenten maßgeblich mitentwickelt und in dessen Heimatstadt Griesheim weitgehend umgesetzt wurde.

Der Kinderhaus-Vorsitzende Manfred Geis zeigte sich erfreut über die zahlreich erschienenen Mitglieder und Förderer des Vereins. „Wir hatten eigentlich nie vor, einen Verein zu gründen – und jetzt gibt es diesen schon seit 40 Jahren“, so der Vereinschef nicht ohne Stolz. Mit der Aktion Ferienspiele hatte 1976 alles begonnen, später kamen weitere Angebote wie Ferienfreizeiten, Zeltlager und Hausaufgabenhilfe hinzu. Als Ausgangs- und Treffpunkt die Gemeinde Hainburg schließlich das ehemalige Schwesterhaus zur Verfügung. Voraussetzung war jedoch ein eingetragener Verein, der schließlich gegründet und ins Vereinsregister eingetragen wurde und die Gemeinnützigkeit erhielt.

Aus der Hausaufgabenhilfe heraus entwickelte sich in den achtziger Jahren der erste Kinderhort in der Gemeinde. Mit viel ehrenamtlichen Engagement und später hauptamtlichen Pädagogen konnte der – damals bundesweit günstigste – Hort bald durchschnittlich 30 Kinder im Grundschulalter aufnehmen und betreuen. Die Einrichtung erhielt am Anfang einen Zuschuss der Gemeinde von 5.000 DM. Mit der Bereitstellung von Hortplätzen in den kirchlichen Tagesstätten und der Entwicklung der betreuten Grundschulen wurde der Betrieb des Kinderhaus-Horts 2011 eingestellt. Kinder und Mitarbeiter sind heute in der Einrichtung der Johannes-Gutenberg-Schule gut aufgehoben.

Der Vorsitzende des Kinderhaus-Vereins ging auch auf weitere Aktivitäten wie Ferienspiele, Freizeiten, Offene Jugendarbeit, Kinderfastnacht und Spiel- und Straßenfeste ein. Mittlerweile engagiert sich das Kinderhaus im Arbeitskreis Asyl, in der Freiwilligenagentur und verfolgt die Einrichtung einer Kinder- und Jugendfarm in der Gemeinde. „Ohne die ehrenamtliche Arbeit hätten diese Angebote nie gemacht werden können und ohne das außergewöhnliche Engagement von Thorwald Ritter wäre vieles nicht möglich gewesen“, betonte Geis. Im Anschluss ehrte Gemeindevertretervorsteher Oliver Möser (CDU) die Gründungsmitglieder und bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven in den vergangenen 40 Jahren.

Nach dem Festakt sprach schließlich Prof. Bernhard Mayer zu den Gästen. Anhand des Beispiels der „Bespielbaren Stadt“ Griesheim zeigte er die individuellen Möglichkeiten einer Kommune auf, die Wege der Kinder wieder interessanter und abwechslungsreicher zu machen. „Überzeugt euren Bürgermeister und fangt an – die Kinder werden euch dankbar sein“, so der emeritierte Hochschullehrer. Nach einer angeregten Diskussion konnten die Besucher der Veranstaltung viele neue Informationen und Ideen mit nach Hause mitnehmen.

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