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Martina Feldmayer hofft auf weniger Mikroplastik

Ministerin Priska Hinz stellt Plastikvermeidungsstrategie für Hessen vor

Dienstag, 12 November 2019 14:12
Ministerin Priska Hinz stellt Plastikvermeidungsstrategie für Hessen vor Quelle: Bündnis90/Grüne im Hessischen Landtag

Wiesbaden - Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat nun eine Plastikvermeidungsstrategie für Hessen vorgestellt. „Wir haben in Hessen ab jetzt einen eigenen Fahrplan, so wie es unser Koalitionsvertrag vorsieht. Das ist notwendig, denn die Plastikflut ist eines der großen Umweltprobleme,“ so Martina Feldmayer, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. Die Plastikvermeidungsstrategie des Landes Hessen umfasst vier wichtige Handlungsfelder auf die das Land Hessen Einfluss ausüben kann: weniger Verbrauch, weniger Müll in der Umwelt, weniger Mikroplastik und mehr Wiederverwendung und Recycling.

Dazu gehört beispielsweise, dass das Land Hessen nur noch den Bau solcher Kunstrasenplätze fördert, bei denen Ersatzstoffe wie Kork oder Sand zum Einsatz kommen, das heißt keine Landesförderung mehr für Kunststoffgranulat. Unterstützt werden sollen auch Initiativen und Kommunen, die Mehrweg-, Pfand- oder Tauschsysteme etablieren wollen. Hier geht es beispielsweise um Kaffeebecher, die wiederverwendet werden können.

Dort, wo Hessen nicht unmittelbar Einfluss nehmen kann, wird über den Bundesrat Druck ausgeübt. Das betrifft den Einsatz von Mikroplastik. Hier hat sich unsere Umweltministerin bereits für ein Verbot von flüssigem Mikroplastik eingesetzt - sogenannte Polymere. Diese sind vor allem in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln enthalten und sollen durch das Verbot drastisch reduziert werden.

In unserer Anhörung im Oktober konnten wir wichtige Anreize verschiedener Akteure sammeln, die tagtäglich mit dem Thema Plastik zu tun haben. Es freut uns daher, dass die Plastikvermeidungsstrategie Anregungen, wie die Vernetzung von Initiativen im Bereich Abfallvermeidung, enthält. „Plastik schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Gesundheit. In manchen Bereichen ist Plastik derzeit noch unverzichtbar. Häufig werden Konsumgüter drei- und vierfach verpackt. Das kennen wir aus unserem Alltag, sei es bei Mogelpackungen im Lebensmittelbereich oder Online-Bestellungen. An diesem Punkt können wir sinnvoll ansetzen. Wir GRÜNE in Hessen wollen endlich einen vernünftigen und effizienten Umgang mit Plastik – unserer Umwelt und Gesundheit zuliebe. Dafür kämpfen wir.“

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