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AfD Anfrage:

Mehr Schutz für jüdische Einrichtungen in Hessen

Mittwoch, 11 Dezember 2019 14:24
Dimitri Schulz (Jahrgang 1987) Dimitri Schulz (Jahrgang 1987) Quelle: AfD Hessen

Wiesbaden - Nach dem rechtsextremistischen Terroranschlag in Halle wurden die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Einrichtungen in Hessen hochgefahren. Dies hat eine Kleine Anfrage der hessischen AfD-Landtagsfraktion ergeben.

Polizei hat 400 Objekte im Blick

An über 250 Objekten wie Synagogen und Gemeindehäuser, Schulen, Kindergärten oder Friedhöfen gebe es inzwischen polizeiliche Schutzvorkehrungen und rund 400 Objekte seien im polizeilichen Objektschutz erfasst, so der CDU-Innenminister Peter Beuth. Nach dem Anschlag wurden zudem zahlreiche Beratungsgespräche hinsichtlich der Objektsicherheit geführt. In Halle hatte die besonders massive Eingangstür ein Eindringen des Terroristen verhindert und so zahlreichen Menschen das Leben gerettet.

Politisches Manöver oder echte Sorge?

Koordiniert werden die Schutzmaßnahmen, die vor allem an jüdischen Feiertagen greifen, vom hessischen LKA. Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt freut sich über die bestehenden und zum Teil verstärkten Schutzmaßnahmen. Den Umstand, dass die von Judenverbänden kritisch beäugte AfD sich nach den Sicherheitsvorkehrungen für Juden in Deutschland erkundigte, hält er jedoch für ein „politisches Manöver“.

In der hessischen AfD-Fraktion ist mit Dimitri Schulz ein Gründungsmitglied der Vereinigung „Juden in der AfD“ vertreten. Schulz ist ein in Kirgistan geborener Russlanddeutscher, dessen Familie in Teilen jüdischen Ursprungs ist.

Letzte Änderung am Mittwoch, 11 Dezember 2019 14:34
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