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Organspende

Ingmar Jung (CDU) bedauert die Entscheidung des Deutschen Bundestages zur doppelten Widerspruchslösung

Donnerstag, 16 Januar 2020 21:10

Berlin - Der Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Ingmar Jung (CDU) bedauert die Entscheidung des Deutschen Bundestages, die doppelte Widerspruchslösung bei der Organspende nicht zu verabschieden.

„Als einer der Unterzeichner des Gesetzentwurfs habe ich mich für die Einführung der doppelten Widerspruchslösung eingesetzt. Ich bin immernoch der Überzeugung, dass wir auf diesem Weg die Anzahl der Organspender in Deutschland hätten erhöhen können“, so Jung nach der Abstimmung im Deutschen Bundestag.

„Die Notwendigkeit, sich aktiv einen Organspendeausweis zu bestellen, scheint angesichts der Zahlen noch eine gewisse Hürde für einige Menschen darzustellen“, erläutert Ingmar Jung weiter. Laut der Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von 2018, stehen 84% der Bevölkerung der Organspende positiv gegenüber, während lediglich 39% der Bürgerinnen und Bürger einen Organspendeausweis besitzen.

„Wir haben in Deutschland zu wenige Organspenden. Das führt dazu, dass in Deutschland bereits über den Verbund Eurotransplant oftmals auf Organe aus dem europäischen Ausland zurückgegriffen werden muss. Übrigens auch aus Ländern in denen eine Widerspruchslösung gilt. Das zeigt wie groß die Diskrepanz zwischen dem Benötigten und dem Vorhandenen geworden ist. Ich freue mich jedoch, dass das Thema Organspende durch diese Debatte wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist und hoffe, dass sich mehr Menschen nun aktiv für eine Organspende entscheiden“, bemerkt Ingmar Jung mit Blick auf die weitere Entwicklung.

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