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CDU, AfD und FDP als Ziel

Frankfurt am Main: Linksextremer Angriff nach Online-Pranger für Parteien und Vereine

Donnerstag, 14 Mai 2020 22:44
Frankfurt am Main: Linksextremer Angriff nach Online-Pranger für Parteien und Vereine Quelle: Pixabay.com / kalhh

Frankfurt am Main - Die linksextreme Szene aus Frankfurt am Main hat eine im Ausland gehostete Internet-Seite zum Online-Pranger gemacht und ruft zu gewaltsamen Angriffen auf religiöse und gesellschaftliche Vereine sowie auf politische Parteien der Mitte und rechts davon auf. Frankfurt müsse „entnazifiziert“ werden heißt es da. Auf einer Karte werden Ziele für Angriffe markiert: Ein kroatischstämmiger Katholik, Studentenverbindungen, das 1. Polizeirevier, das „Haus des Buches“ und Parteibüros von CDU, FDP und AfD werden unter anderem für vogelfrei erklärt.

Angriff auf Haus von Stadtverordnetem – weitere Attacken wahrscheinlich

Auf die gewaltsamen Worte sind in der Nacht auf Mittwoch, den 13.05.2020, dann erste Taten gefolgt. Das Haus des ebenfalls auf der Karte eingezeichneten Stadtverordneten Mathias Mund (BFF - Bürger Für Frankfurt) wurde mit Dreck beworfen und die Garage mit linken Parolen beschmiert. Matthias Mund kritisierte in einer ersten Stellungnahme, dass der polizeiliche Staatsschutz trotz Hinweisen auf die besondere Gefährdungslage keine Schutzmaßnahmen ergriffen und ihn nicht einmal über die Gefährdung informiert hatte. Stattdessen werde sich öffentlichkeitswirksam vor den bislang friedlichen Corona-Protesten gesorgt. Nach dem Anschlag werde nun zumindest ein Lagebild erstellt, heißt es von Seiten der Polizei. Auch Munds Vorgänger als Fraktionsvorsitzende der BFF, Wolfgang Hübner und Hans Günter Müller, wurden schon zum Ziel von linksextremen Angriffen.

Frankfurt am Main ist nicht erst seit den Blockupy-Randalen für sein Linksextremismus-Problem bekannt. Trotzdem erfahren Szenetreffs wie das Klapperfeld oder das Cafe ExZess immer wieder indirekte oder sogar direkte Unterstützung aus Kreisen der Stadtpolitik.

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