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Türkischer Club veröffentlicht Kampfansage

„Osmanen Germania“ wollen das Land „übernehmen“

Donnerstag, 18 Februar 2016 22:07

Frankfurt am Main – Der türkisch dominierte Rockerclub „Osmanen Germania“ kündigt in einem bei YouTube veröffentlichten Video (www.youtube.com/watch?v=psfMLKIjGTY) an, „das ganze Land übernehmen“ zu wollen. Auf ihrer Facebook-Seite hat die Gruppierung, die sich selbst als „Boxclub“ bezeichnet, dazu eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie gleich eine ganze Reihe von Ländern dem „Osmanischen Reich“ einverleibt.

Ihren Anspruch unterstreichen die „Osmanen“ in dem Video, in dem Mitglieder des Clubs zu aggressiver Rap-Musik mit diversen Waffen hantieren und das Spielfilmszenen zeigt, die den Mongolensturm darstellen, mit einem unmissverständlichen „Allahu Akbar“. Gute Verbindungen sollen laut dem Buchautor und Rocker-Experten Stefan Schubert („Gangland Deutschland“) zu der von Ankara gelenkten Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V. (DITIB) und zu den „Grauen Wölfen“ bestehen. Kurdische Verbände sprechen davon, dass bei den „Osmanen“ hauptsächlich „nationalistische und faschistische Türken“ aktiv sein sollen. Der YouTube-Film wird von den Behörden auch als Kampfansage an Motorradclubs wie die „Hells Angels“ oder „Bandidos“ gewertet.

Rocker-Experte Schubert beklagt: „Die Politik lässt diese Gruppen seit Jahren gewähren, erst nach einer Häufung schwerster Gewalttaten von Mord über Folterungen bis hin zu Vergewaltigungen von jungen, in der Regel deutschen Frauen, die durch Diskothekentürsteher der Gangs zu Prostituierten abgerichtet wurden, setzten die Innenminister Polizeihundertschaften in Marsch. Doch unmittelbar nach den Einsätzen und Schlagzeilen ließ man die ausländischen Gangs wieder weitestgehend unbehelligt, sodass sie in aller Ruhe ihre kriminelle Expansion vorangetrieben haben.“

Welche Gefahr von dem türkischen Club ausgeht, zeigte sich, als Ende Januar in Neuss und Duisburg 97 „Osmanen“ polizeilich kontrolliert wurden. In einem aktuellen Bericht des NRW-Innenministeriums heißt es dazu: „Zu einem Großteil dieser Personen liegen bereits kriminalpolizeiliche Erkenntnisse – vorwiegend wegen Rohheits- und Betäubungsdelikten – vor.“ Noch fehlen den Sicherheitsbehörden allerdings nähere Erkenntnisse zu dem Club. „Konkrete Hinweise zu Aktivitäten der Gruppierung oder von Mitgliedern liegen nur zu einzelnen Standorten vor. Clubhäuser des Osmanen Germania Boxclub sind nicht bekannt. Treffpunkte der Mitglieder sind häufig Kneipen und (Shisha-)Bars“, heißt es in dem Schreiben an den Innenausschuss des Landtags von Nordrhein-Westfalen.

Bundesweit haben die „Osmanen“ rund 700 Mitglieder an 20 Standorten, sogenannten „Chapters“, unter anderem in Dortmund, Düsseldorf, Köln, Berlin und Frankfurt am Main. Hervorgegangen ist die Gruppierung aus dem im April 2015 gegründeten „Osmanen Frankfurt Boxclub“.

Letzte Änderung am Donnerstag, 18 Februar 2016 22:37
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